Rezension: Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele von Suzanne Collins

2:40:00 PM

Hallöchen ihr Lieben,

Ich habe gestern Nacht "Die Tribute von Panem: Tödliche Spiele" ausgelesen und nun einfach nur noch sprachlos und will wissen, wie es weitergeht. Ich weiß, dass ich vermutlich die Letzte bin, die diese Bücher für sich entdeckt, aber eine Rezension musste ich einfach schreiben!

Inhalt:
Nordamerika in der Zukunft: Das Land ist in 12 Distrike aufgeteilt über denen das Kapitol herrscht. Unterdrückung und Hunger findet man in jedem einzelnen Distrikt und als wäre das nicht genug, veranstaltet das Kapitol jedes Jahr die Hungerspiele, bei welchen aus jedem Distrikt zwei Kinder - ein Junge und ein Mädchen - ausgewählt werden, die dann in einer großen Arena um das Überleben kämpfen müssen. Als Katniss' Schwester Prim plötzlich gezogen wird, zögert Katniss nicht lange und meldet sich freiwillig. Gemeinsam mit dem Bäckerssohn Peeta muss sie nun in die Arena. Schon lange hat kein Tribut mehr aus Distrikt 12 gewonnen, doch die beiden haben von Anfang an die Aufmerksamkeit auf ihrer Seite, da sie so tun, als wären sie ein Liebespaar, um mehr Sponsoren zu bekommen. Allerdings hat Peeta ihr schon einmal das Leben gerettet und sind die Gefühle nun wirklich gespielt oder nicht? Am Ende kann es allerdings nur einen Sieger geben...

Schreibstil:
Gekonnt und atmosphärisch führt Suzanne Collins den Leser in eine Welt, wie er sie sich kaum vorstellen kann. Dabei schafft Collins es, die Welt zu beschreiben und gleichzeitig nicht langatmig zu werden. Die Geschichte ist aus der Sicht von Katniss beschrieben, sodass der Schreibstil weder poetisch, noch flach ist, denn Katniss beschreibt nicht nur ihre Gefühle, sondern auch die Wahrheit, die manchmal sehr schrecklich sein kann.

Meinung:
"Die Tribute von Panem: Tödliche Spiele" ist ein Buch, welches ich wirklich lange im Regal stehen hatte und zwischenzeitlich auch einmal angefangen habe. Ich habe nicht lange gelesen, da habe ich auch schon wieder aufgehört und bin danach monatelang um dieses Buch herumgeschlichen. Jetzt habe ich mich endlich dazu aufgerafft weiterzulesen und ich muss wirklich sagen, dass mich ein Buch schon lange nicht mehr derart mitgerissen hat.

Zu aller erst muss ich allerdings sagen, dass ich die Altersempfehlung unpassend finde. Das Buch wird ab 14 empfohlen und das finde ich schon ziemlich krass, da es stellenweise so brutal ist, dass selbst ich schlucken musste. Ich empfehle also es jüngeren Kindern nicht in die Hand zu drücken.

Der Einstieg in das Buch fiel mir - um ehrlich zu sein - ziemlich schwer. Es war für mich schwierig sich in so eine grausame Welt einzufinden, in der man hungern muss, unterdrückt wird und jedes Jahr Angst haben muss, dass man als Tribut gezogen wird. So hat mich auch der Teil ziemlich geschockt, als die zwölfjährige Prim gezogen wird, denn sie war einfach so kindlich und süß, dass man sie niemals mit dem Tod in Verbindung bringen kann. Ab dem Zeitpunkt, als Peeta und Katniss allerdings im Kapitol sind und sich auf die Spiele vorbereiten müssen, hat es mir immer besser gefallen. Graumsam spannend wird das Buch jedoch erst, als die 24 Tribute in die Arena gelassen werden und der Kampf um Leben und Tod beginnt.
Ich habe gezittert, gebangt, wäre vor Spannung fast geplatzt und habe mitgeweint und gefleht. Das Buch hat mich emotional derart gepackt, wie ich es kaum von einem Buch kenne und ich muss auch sagen, dass ich das wirklich niemals erwartet hätte.

Die Spannung zieht sich auch weiterhin durch das Buch und es gab keinen Augenblick, in welchem man erleichtert hätte aufatmen können, denn immer wenn sich die Situation gerade etwas normalisiert hat, kam schon das nächste Abenteuer, die nächste Hürde auf Katniss zu. Einige Male wäre mir fast das Herz stehen geblieben und meine Hände wurden schwitzig.

Die Tribute von Panem: Tödliche Spiele beschreibt eine dystopische Welt, in der man um sein Überleben kämpfen muss und eigentlich keine Rücksicht auf andere nehmen kann. In gewisser Hinsicht kritisiert das Buch auch unsere Gesellschaft, denn wenn man einmal genau darüber nachdenkt sind wir womöglich gar nicht so weit von so etwas entfernt. Wir sehen uns auch im Fernsehen an, wie Menschen lebensgefährliche Stunts machen und sich dabei schwer verletzten, wir sehen uns an, wie Familien auseinanderbrechen und nur durch uns werden diese Serien weiter ausgestrahlt. Da fragt man sich schon manchmal, wie weit das Alles noch gehen wird und wo die Grenzen liegen. Die Geschichte um Katniss hat dies mal wieder unterstrichen, denn die Hungerspiele werden auch im Fernsehen ausgestrahlt und während Kinder mit nackter Panik kämpfen und Familien um ihre toten Kinder trauern, gieren die meisten Menschen danach Blut zu sehen, Spannung zu sehen, Dramatik zu sehen, die sie bei den Hungerspielen en masse bekommen.
Dieser Aspekt des Buches hat mich daher auch sehr nachdenklich gestimmt, denn im Grunde ist er ja so etwas wie eine Warnung und eine Reflexion einer möglichen Gesellschaft.

In dem Buch stimmt einfach alles: Komplexe Charakter, die unter die Haut gehen und einem direkt ans Herz wachsen, Spannung und Grausamkeiten, die man erst einmal verdauen muss. Mich hat die Geschichte umgehauen und mich sprachlos zurück gelassen. Mit jedem Kapitel macht es mehr süchtig, denn jedes Einzelne endet mit einem richtig fiesen Cliffhanger, den man nur mit dem nächsten und wieder dem nächsten Kapitel ausgleichen kann. So ging das bei mir, bis ich mich schließlich dazu zwingen musste, endlich schlafen zu gehen!

Jeder, der Spannung liebt, gerne bei einem Buch mitgerissen wird, um dann zwischen den Worten gefangen zu bleiben, keine allzu schwachen Nerven hat und sich auch mit so etwas auseinander setzten kann, sollte/muss dieses Buch lesen. (Obwohl ich wahrscheinlich eine der Letzten bin, die das Buch jetzt erst für sich entdeckt hat!)


Autor: Suzanne Collins
Titel: Die Tribute von Panem: Tödliche Spiele (1. Teil)
Gebundene Ausgabe: 414 Seiten
Verlag: Oetinger
Originaltitel: The Hunger Games
Website zu den Büchern: http://www.dietributevonpanem.de/


Zum Autor:

Suzanne Collins, geboren 1962 in New Jersey, ist eine Autorin von Comics und Kinder- und Jugendliteratur. Collins schreibt seit 1991 sehr erfolgreich für das US-amerikanische Kinderfernsehen. Mit den Abenteuern von Gregor und seiner kleinen Schwester Boots veröffentlicht sie seit 2003 ihre ersten eigenen Kinderbücher, die in den USA schon bald auf Empfehlungslisten für Kinderliteratur erschienen und bereits in mehrere Sprachen übersetzt wurden. Collins wurde für Die Tribute von Panem: Tödliche Spiele mit dem Buxtehuder Bullen 2009 ausgezeichnet. [Quelle: *Klick*]

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3 Wortmalerei(en)

  1. Schönen Blog hast du hier :)
    Die Bücher sind absolute klasse! Ich warte schon ungeduldig auf den letzte Band ;)
    Liebe Grüße Caro

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  2. Ich warte sehnlichst auf den dritten Teil. Schöner Blog, da kann ich von Caro die Worte nur nachsprechen. bin auch erst 2 Monate unter den Bloggern =). Viel Glück noch und gleich mal *verfolgen klick*

    liebe Grüße Jenny

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  3. Huhu, ich hab gerade ein wenig bei dir gestöbert und hoffe, du hast nichts dagegen, dass ich deine Rezis zu Büchern, die ich auch gelesen habe, auf meinem Blog verlinkt habe.

    Viele liebe Grüße und genieß dein Wochenende
    Nelly

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Manche Bücher müssen gekostet werden, manche verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz. [aus Tintenherz]

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