Rezension: Blood On My Hands von Morton Rhue

9:53:00 PM

"Du hast sie umgebracht!" Was? Die Worte treffen mich wie ein plötzlicher Schlag in den Unterleib.

Inhalt:
Die schöne Katherine, Anführerin eines geheimen Highschool-Zirkels, wird ermordet aufgefunden. Neben der Toten steht ihre Mitschülerin Callie - ein blutiges Messer in der Hand. Doch bevor jemand sie packen kann, flüchtet Callie. Ein nervenaufreibendes Versteckspiel beginnt: Fünf lange Tage versucht Callie ihre Unschuld zu beweisen und die von ihr verdächtigte Dakota zu überführen. Fünf lange Tage, in denen sich ein unheimliches Netz aus Intrigen offenbart.

Schreibstil:
Wie man Todd Strasser alias Morton Rhue kennt, ist das Buch sehr detailliert und gut geschrieben. Dabei versteht es der Autor ausreichend zu beschreiben und dennoch nicht langatmig zu werden. Allerdings ist die Sprache auch teilweise etwas langweilig, da sie kaum ausgeschmückt ist. Das Buch ist aus der Sicht von Callie geschrieben, wodurch man ihre Gedankengänge und Gefühle sehr gut nachempfinden kann.

Meinung:
Ich muss sagen, dass ich sehr schwer in die Geschichte hereingekommen bin, da ich von Anfang an zu wissen glaubte, wer der/die TäterIn ist und wer die Fäden in der Hand hält. Oft hatte ich das Gefühl eine Geschichte wie diese schon sehr oft gelesen zu haben, weswegen ich auch mehrere Anläufe brauchte, um das Buch durchzulesen. Leider muss ich sagen, dass ich recht behalten habe, was den/die TäterIn angeht und auch die Tatsache, dass der Roman nicht viel Neues bringt hat sich leider bestätigt.

Ich muss jedoch sagen, dass ich ab einem bestimmten Punkt schon gefallen an der Geschichte gefunden habe, da sie dennoch spannend war und ich manchmal auch an meinen Vermutungen gezweifelt haben, wenn sie sich am Ende trotzdem bestätigt haben. Spannend ist es stellenweise auf jeden Fall und man wird in ein Katz und Maus-Spiel gezogen, dass man verfolgen muss.

Es fällt mir sehr schwer, meine Gedanken zu dem Buch zu formulieren, da ich es weder total grausam, noch als super gut empfinde. Für mich ist es ein Buch, dass man lesen kann, wenn man will, aber nicht muss. Ich würde es nicht wirklich empfehlen, da es einfach zu wenig Überraschungs- und "Aha"Momente hatte, die mich vom Hocker gehauen haben. Natürlich war ich oft gebannt, weil Callie beinahe geschnappt wurde oder wichtige Erinnerungen aus der Vergangenheit aufgegriffen wurde und man sich daher oft fragt, ob das denn nun wichtig für den weiteren Verlauf ist, doch alles in allem war ich eher enttäuscht von der Geschichte.

Das Buch ist so aufgebaut, dass teilweise das gegenwärtige Geschehen beschrieben wird und teilweise Szenen aus der Vergangenheit gezeigt werden, oder auch Chatgespräche und Protokolle. Die Vergangenheitsszenen fand ich teils eigentlich nicht so aussagekräftig, bis auf einige wenige, die neue Aspekte über Katherine ans Licht gebracht haben. Alles in Allem fand ich sie jedoch oft unnötig und langgezogen.

Ich kann das Buch also eher nicht empfehlen und wenn nur denjenigen, die eine Geschichte lesen wollen, die man leicht weglesen kann und nicht weltbewegend oder übermäßig spannend ist. Auch diejenigen, die Krimis mit Liebesgeschichte für Jugendliche mögen und natürlich die, die Morton Rhue Fans sind. Ansonsten muss man dieses Buch nicht unbedingt lesen.


Autor: Morton Rhue bzw. Todd Strasser
Titel:
Blood On My Hands
Taschenbuch: 256 Seiten
Verlag:
Carlsen Verlag GmbH; Auflage: 1 (Januar 2011)
Originaltitel: Blood On My Hands

Zum Autor
Todd Strasser (*1950 in NYC), in Deutschland unter dem Pseudonym Morton Rhue bekannt. Sein Künstlername ist ein Wortspiel aus der deutschen Bedeutung und französischen Übersetzung seines Namens: Mort (Tod=Todd) und Rue (Straße=Strasser). Todd Strasser arbeitete viele Jahre journalistisch, bevor er sich ausschließlich seiner schriftstellerischen Tätigkeit widmete, neben Lesungen und Workshops in Schulen. Seine Romane (Die Welle, Ich knall euch ab!, Asphalt Tribe, Boot Camp, Ghetto Kidz) schockieren und berühren gleichermaßen durch ihren ungeschminkten Blick auf die (amerikanische) Gesellschaft und ihre direkte Sprache und wurden mit vielen Preisen ausgezeichnet. [Quelle: Amazon]

Vielen Dank an Buchbotschafter!

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Manche Bücher müssen gekostet werden, manche verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz. [aus Tintenherz]

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