[Kleine Buchgedanken] Einmal übersetzen, bitte!

9:30:00 AM



Bücher machen süchtig. Dass diese Tatsache wahr ist, weiß ich schon seit Harry Potter, der mich Nächte hat durchlesen lassen. Leider braucht das Schreiben eines Buches so seine Zeit und da  englischsprachige Bücher auch erst einmal übersetzt werden müssen (insofern man sie denn auf Deutsch lesen will), muss die ein oder andere Leseratte dann und wann auch mal etwas länger warten. Ich habe bisher noch nicht sonderlich viele Bücher in der Originalsprache gelesen, auch wenn es mir nicht unbedingt schwerfällt. Wörter, die man nicht kennt, versteht man später im Zusammenhang, aber irgendwie bin ich auch eine faule Leserin und finde es anstrengend, das Gefühl zu haben, vielleicht nicht alles wirklich so zu verstehen, wie es gemeint ist. Das könnte ich sicherlich ändern, wenn ich mehr Bücher auf Englisch lesen würde, aber wie gesagt - die Faulheit lässt grüßen.

Daher gehöre ich zu der Kategorie Leser, die meistens auf die deutsche Übersetzung warten und da manchmal ganz schön in Versuchung kommen eben doch zum Original zu greifen. Oben gezeigte Bücher lächeln mich auf jeden Fall schon länger an (wobei "Days of Blood und Starlight" ja auch noch nicht im Original erschienen ist - dennoch ein Buch, welches mich ganz kribbelig macht!) und bei einigen bin ich wirklich versucht, sie einfach auf Englisch zu lesen. Vor allen Dingen, wenn ich unbedingt wissen muss, wie es weitergeht (so wie beispielsweise bei "Tiger's Voyage" und "Days of Blood and Starlight"). Andererseits denke ich mir oft, dass die Vorfreude ja meist die schönste Freunde ist, zumal ich Bücher, die ich auf Deutsch angefangen habe, nicht unbedingt auf Englisch weiterlesen will - manchmal hat man dann ein anderes Lesegefühl und das stört mich dann doch gewaltig.
Würde es einen Buchübersetzungsautomaten (wäre doch mal eine coole Erfindung!) geben, würde ich auf jeden Fall die bereits genannten Bücher wählen, weil ich es wirklich kaum noch aushalten kann, sie zu lesen. Bei den anderen warte ich einfach schon seit längerer Zeit darauf, dass das Buch endlich mal übersetzt wird, allerdings ist es auch in Ordnung noch ein ganz winziges bisschen länger zu warten. Was tut man nicht alles...

Welche Bücher würdet ihr in den Buchübersetzungsautomaten werfen? Oder lest ihr sie dann lieber direkt in der Originalsprache? Wartet ihr lieber und was haltet ihr von Vorfreude?

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11 Wortmalerei(en)

  1. Ich gehöre eher mit zu den Ungeduldigen und lese die Bücher dann in Originalsprache. Ist ausßerdem auch viel günstiger =) So kommt es, dass in meinem Regal bei manchen Reihen nur 1-2 deutsche Teile stehen und der Rest auf Englisch =D

    LG Caro

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    1. Das stimmt. Der Preis ist echt ein Vorteil bei englischen Büchern.
      LG

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  2. *g* ich würde dir wirklich den Rat geben direkt zu den Originalen zu greifen - je mehr man auf Englisch liest desto weniger hat man das Gefühl etwas zu verpassen und was noch schöner ist: irgendwann sieht und liest man Nuancen, die es so in der Übersetzung nicht gibt und die für wirklich schöne Momente sorgen! Und so viel länger braucht man im Durchschnitt gar nicht im Vergleich zu einem deutschen Buch ;)

    Und Caro hat es ja schon angesprochen - der Preis spielt auch eine Rolle ;) und die Vorfreude nimmst du dir ja auch nicht: wenn du dann ein englisches Buch gelesen hast wirst du auch da wissen wollen wie es weiter geht und das Warten dann auf die Fortsetzung im Original ist genauso schön (wenn man das so bezeichnen möchte *lach*), wie das Warten auf Übersetzungen. Einziger Unterschied ist dann das Wissen, dass du nicht kurzfristig auf das Original zurück greifen kannst, wenn die Warterei wirklich zu schlimm wird ;)
    liebe Grüße

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    1. Das ist mir klar und den Rat gebe ich mir auch ständig ;P Wie gesagt, ich habe auch schon ein paar Bücher im Original gelesen, aber irgendwie mag ichs auch auf Deutsch viel lieber. Ist wohl eine Gewöhnungssache, aber irgendwann werde ich bestimmt wieder auf Englisch lesen.

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  3. Ein Buchübersetzungsautomat? Ich glaube, so etwas würde enden wie die Google Translator Übersetzungen... nein, nein. Da soll sich lieber jemand damit beschäftigen, der von der Sprache auch eine Ahnung (obwohl es so manchen Übersetzer gibt, der es anscheinend nicht hat... trotz Studium der Amerikanistik und Anglistik)

    Aber welche Bücher ich in den Automaten werfen würde... mir fällt gerade keines ein, welches nicht übersetzt schon wurde :D

    Da ich aber gerne andere Sprache lesen (leider reicht's nur für's Englische), les ich natürlich das Original mit Vorfreude darüber, dass ich es vor den deutschen Leser gelesen habe :D

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    1. War jetzt auch nicht sooo ernst gemeint ;) War nur so eine Metapher im Bezug auf "Einmal zum Mitnehmen, bitte" und sollte verdeutlichen, dass ich die Bücher gerne jetzt schon hätte. Natürlich würde das nicht funktionieren - aber wie du schon sagtest, bei manchen Übersetzern funktioniert das ja so auch nicht ;D

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  4. Also ich studiere Übersetzung und am liebsten würde ich natürlich in Zukunft als Buchübersetzerin arbeiten. Allerdings weiss ich genau auch deshalb, wieviel Arbeit hinter diesen Übersetzungen stecken und diejenigen, die Literatur übersetzen (besonders die Bestseller unter Zeitdruck) ist die absolute Eliteklasse aller Übersetzer !!!
    Davor zieh ich meinen Hut.
    Mal abgesehen davon, dass so ein Automat meinen Job "vernichten" würde, hat Sky sicher recht, dass eine Maschine niemals gleich übersetzen kann. Leider gehen nämlich selbst beim Menschen noch Nuancen verloren, weil es manchmal echt schwierig ist (besonders Wortspiele und Zweideutigkeiten, etc.). Das ist zwar schade, passiert aber 100mal weniger als mit einer Maschine!

    Es im Original zu lesen ist gut, um sein Englisch aufzubessern (ist echt Übungssache!). Allerdings gehöre ich auch eher zu den Faulen und lies dann erst mal die Bücher, die es schon in Deutsch gibt. Zum Glück ist mein SuB ja nicht besonders klein und ich werde ewig was zu lesen haben =D
    Ich warte aber schon sehnsüchtig auf Oktober: Der Gefangene des Himmels - der neue Barcelonaroman von Carlos Ruiz Zafon !!! <3

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    1. Ui, das klingt interessant. Und wie oben schon beschrieben, war das mit dem Automaten jetzt nicht wirklich ernst gemeint :P

      Hach, gut, dass hier auch mal ein Fauler bei ist :D Mit dem Sub gehts mir genauso!

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  5. Ich lese relativ oft auf Englisch, aber am liebsten immer noch auf Deutsch. Gerade bei Autoren, die einen wunderschönen, vielleicht auch komplexeren Schreibstil haben und bei denen ich kein Wort verpassen will, ist mir die deutsche Übersetzung dann lieber.

    In den Übersetzungsautomaten werfen würde ich z.B.:

    - auch "The Man who Rained" (weil der erste Roman des Autors etwas ganz Besonderes war)
    - "For Darkness shows the Stars" (lustigerwiese habe ich bei "Bücher - lost in translation" vor wenigen Minuten einen Post zu gelesen, wo es auch um eine mögliche Übersetzung geht. Tolle Aktion übrigens dort :-))
    - "Heart´s Blood" (weil es einer meiner absoluten Lieblingsromane ist und ich möchte, dass mehr Leser in seinen Genuss kommen ;-))

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  6. Blöd ist es nur, wenn man auf Deutsch eine Reihe beginnt, diese aber nicht komplett übersetzt wird und man dann auf die englischen Originale zurückgreifen muss - was zuerst mal nicht das Problem ist, solange die Kost dem eigenen Sprachempfinden zuträglich ist. Doch so manches High Fantasy Buch lässt da mit etwas komplizierterem Plot etc. grüßen und schon steht man vor der Qual der Wahl: Weiterlesen und in Kauf nehmen, nicht alles zu verstehen - oder es sein zu lassen. Bis jetzt habe ich aber noch keine Reihe aufgegeben. :)

    Dabei fände ich es toll, wenn die Bücher von Diana Rowland (LYX) und die zwei weiteren Bände von Jennifer Roberson zum Dämonenwald übersetzt werden würden. Mal sehen...

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  7. Ich lese ja sehr gerne englische Bücher, weswegen es für mich nicht ganz so schlimm ist. Ich entscheide dann schon 'bewusst' in welcher Sprache ich mir das Buch kaufen werde. Allerdings lassen sich deutschsprachige Bücher leichter 'weglesen', weswegen ich natürlich auch Übersetzungen lese. Zum Beispiel bei der Godspeed Reihe, oder auch Laini Taylor habe ich auf deutsch hier stehen. (Das Cover war einfach so reizvoll). Da bin ich dann schon sehr ungeduldig, was das weiterlesen angeht. Noch schlimmer ist es aber bei deutschen Autoren. Da kann man ja nicht mal ausweichen, sondern muss warten, bis das Buch erscheint. :D

    LG
    Lilly

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Manche Bücher müssen gekostet werden, manche verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz. [aus Tintenherz]

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