|Blogparade| zum Jahresabschluss 2012

4:08:00 PM


Wie (seit 2009) jedes Jahr zum Jahresabschluss findet auch dieses Jahr die Blogparade zum Ende des Jahres 2012 von Buchsaiten statt. Ich bin dieses Mal auch wieder mit von der Partie und werfe für euch mal einen kleinen Blick zurück in die Vergangenheit und auch einen winzig kleinen in die Zukunft:
Von dieser Sorte Buch gab es in diesem Jahr wirklich so einige Exemplare - mehr, als ich gedacht hätte und da ich mich mit Entscheidungen jeglicher Art immer etwas schwer tue, mache ich es mir auch dieses Mal etwas leichter und stelle euch hier einfach zwei der Bücher vor, die es trotz niedriger Erwartungen geschafft haben, mich mehr als nur positiv zu überraschen. Eins davon ist "Kuss des Tigers: Eine unsterbliche Liebe" von Colleen Houck und wie ich es in meinen Rezensionen ja etliche Male erwähnt habe, pflege ich eine kleine Hassliebe zu der Buchreihe, denn atmosphärisch, landschaftlich und kulturell sind sie einfach unglaublich - ein Traum für jeden, der in ein anderes Land per Buchstabenexpress reisen will, allerdings sind die Figuren derart klischeebesetzt und brühen alte Dreiecksgeschichten wieder auf, dass das doch den Lesefluss das ein oder andere Mal störte. Dennoch: Ich liebe die Reihe bisher und bin froh, dass ich das Buch trotz anfänglicher Skepsis gelesen habe. Buch Nummero zwei ist gleichzeitig auch eins der besten Bücher des Jahres und das obwohl ich vor dem Lesen eigentlich mit mir gerungen habe, es überhaupt zu lesen. Die Geister scheiden sich bei dieser Geschichte und es scheint, als würde man es entweder mögen oder eben nicht - wenn, dann so richtig. Bei mir war ersteres der Fall und das in einem sehr großen Ausmaß - von welchem Buch ich rede? Klar, von "Daughter of Smoke and Bone" von Laini Taylor. Warum ich es liebe? Es spielt in Prag, ist atmosphärisch dicht un wortgewandt geschrieben und beinhaltet eine Geschichte fernab von Mainstream und Einheitsbrei. Es ist anders. Ganz anders und das liebe ich einfach.
Von diesem Typ Buch gab es sogar noch viel mehr - beinahe mehr, als man vertragen kann, aber gut, solche schwarzen Schafe gibt es immer. Dieses Jahr ist mir am meisten ein Buch aufgefallen, welches wohl in etwa denselben Status wie "Daughter of Smoke and Bone" genießt. Entweder man liebt es oder man hasst es und anscheinend mochte ein Großteil der Leser das Buch recht gerne: Ich leider nicht, obwohl ich es mir so gewünscht hatte. Vielleicht lag es an den hohen Erwartungen, vielleicht daran, dass ich es so gern mögen wollte, dass es dann letztendlich doch nichts mit uns beiden wurde. Dieses Mal geht es um "Nevermore" von Kelly Creagh, dass schätzungsweise 3 Monate auf meinem Nachttisch lag und vor sich hinvegitiert, weil es sich für mich wie Kaugummifäden gezogen hat: Unrealistische Charaktere und eine schleichende Handlung trotz interessanten Themenansatzes. Schade, ich hatte mir wirklich um einiges mehr erwartet und Potenzial hatte die Geschichte ja schon. Durchgelesen habe ich es zwar, aber wir wurden einfach nicht warm miteinander und ich war froh, als ich die letzte Seite zugeschlagen hatte und das Buch wieder abgeben konnte.


Da gibt es auch wieder zwei, der eine ist eine wirklich Neuentdeckung und die andere ist eine Wieder-Neuentdeckung. Witzigerweise habe ich von der letzteren nämlich schon zwei Bücher gelesen, die mich zum damaligen Zeitpunkt aber irgendwie wenig berührt haben - ich weiß nicht genau weswegen. Letzten Monat habe ich mich dann an ein anderes Buch von ihr gewagt und wurde prompt von ihrem Zauber gefangen genommen - so sehr, dass ich es mit ihrer ersten Reihe noch einmal aufnehmen werde. Um wen es geht? Maggie Stiefvater, die mich dieses Jahr mit "Rot wie das Meer" rumgekriegt hat und die daher meine indirekte Autoren-Neuentdeckung ist. Meine richtige Neuentdeckung dieses Jahr habe ich schon sehr früh entdeckt und zwar im Januar, in dem ich seinen Debütroman "Das Mädchen mit den gläsernen Füßen" gelesen habe: Ali Shaw. Mit seinem wortgewaltigen Schreibstil und seiner berührend sanften Geschichte hatte er mich schon auf der ersten Seite und sein nächstes Buch steht bei mir schon sehr weit oben auf dem Wunschzettel.

Schöne Cover gab es dieses Jahr an jeder Ecke zu bestaunen und es fällt mir auch echt schwer, da eins herauszupicken (z.B. "Rot wie das Meer", "Linna singt", etc), aber es gab ein Buch, dass ich mir stundenlang hätte anschauen können, obwohl es sehr schlicht ist und irgendwie doch so besonders. Gleichzeitig ist es ebenfalls eines der besten Bücher des Jahres für mich, weil es mich tagelang berührt und beschäftigt hat. Es war einfach Liebe von der ersten Seite an und dazu hat auch das Cover und die Gestaltung des Buches beigetragen. Diesmal geht es um "Als die Liebe zu Elise kam" von Natasha Solomons, eine Geschichte, die unter die Haut geht und dort auch bleibt. Ich habe Rotz und Wasser geheult und gleichzeitig konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen, geschweige denn mich dem Bann entziehen, der dieses Buch ausgestrahlt hat.
Ehm, alle?! Wäre schön, wenn das ginge, denn schon jetzt ist meine Wunschliste mal wieder prallgefüllt mit Büchern, die ich im nächsten Jahr UNBEDINGT natürlich haben muss. Ganz vorne mit dabei sind zwei Kandiaten, die es sich schon seit Langen auf meinem Wunschzettel bequem gemacht haben und die nun nach so langem Warten endlich auch in Deutschland erscheinen. Zum einen ist das - wer hätte das gedacht? - "Fluch des Tigers", der 3. Band der Tiger-Saga. Da bin ich schon seit dem Ende des zweiten Teils am Hibbeln und Hoffen und eine Neuerscheinung, die mich schon interessiert, seit ich sie vor langem auf Englisch schonmal gesehen habe und mich fragte, wann es wohl endlich in Deutschland erscheint. Dabei handelt es sich um "Incarceron: Fliehen heißt sterben" von Catherine Fisher. Das Cover dazu sieht schonmal super aus und auch der Inhalt verspricht spannend und nervenaufreibend zu werden.
Wie sah euer Lesejahr 2012 aus? Hattet ihr gute Bücher dabei und wenn ja, welches war euer bestes und welches das Schlechteste? Freut ihr euch auf die Aussichten im neuen Jahr?


Schon gelesen?

4 Wortmalerei(en)

  1. Daughter of Smoke and Bone mochte ich ja gar nicht.
    Touched Der Preis der Unsterblichkeit war für mich eine positive Überraschung.

    LG May

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  2. Tolle Antworten!
    Da mache ich auch mal mit. Hab bei so etwas noch nie teilgenommen:)

    LG Niket

    diversionforyou.wordpress.com

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  3. hey ich finde deine blog wunderschön. vorallem die bilder. mit welchem bildbearbeitungsprogramm bearbeitest die du denn?

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  4. "Daughter of Smoke and Bone" ist auch eins meiner Highlights. Ebenso Autor Ali Shaw, von dem ich lange Zeit dachte er ist eine Frau ^^
    "Der Kuss des Tigers" steht noch im Regal, aber ich hab bisher schon so viel Gutes darüber gehört, dass ich das Buch ganz dringend lesen muss. Ebenso "Rot wie das Meer".
    Ich hab heute morgen auch eine Highlight Liste gepostet, allerdings waren zwischen den fast 200 Büchern, die ich in diesem Jahr gelesen habe so viele tolle, dass ich mich nicht auf so wenige Highlights beschränken konnte ;)

    Liebe Grüße und komm gut ins neue Jahr :)
    Nanni

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Manche Bücher müssen gekostet werden, manche verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz. [aus Tintenherz]

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