|Kleine Buchgedanken| "Und, wie war ich?" oder auch: Sex in Jugendbüchern - verklemmtes Liebesgesülz oder heiße Nächte?

2:30:00 PM


Bella und Edward durften es erst nach der Ehe, in den meisten Jugendbüchern kommt es nicht einmal zur Sprache und manchmal - aber nur manchmal! - endet ein Kapitel damit, dass die Protagonisten ihre Körper erkunden (und dass so undetailliert, dass sie sich genauso gut nach Läusen absuchen könnten). Was ist das nur mit der schönsten Nebensache der Welt, dass sie in so vielen Jugendbüchern keine Rolle spielt? Einerseits überraschen uns die Amis mit fragwürdigen Liedern, in denen nett gefragt wird: "Can you blow my whistle, baby?" und andererseits verlieren sie in Büchern meist nicht einen Ton darüber, dass es so etwas überhaupt gibt. Ganz im Gegenteil: Küssen ist schon ganz versaut und das Höchste, was es nach Händchen halten überhaupt geben kann. Aber wie heißt es doch so schön? Ausnahmen bestätigen die Regeln und deshalb wollte ich heute ein wenig über das Thema Sex in Jugendbüchern quatschen und euch einige vorstellen, in denen die natürlichste Tätigkeit der Welt eine Rolle spielt (oder eben auch nicht!).
Warum ist es eigentlich immer so leicht über Gewalt und Hass zu schreiben und gleichzeitig so schwer, Sex und Gefühle glaubwürdig an den Leser zu bringen? Entweder man übertreibt es (sodass direkt ein Erotikroman daraus wird) oder es kommt nicht zur Sprache. Die berühmt berüchtigte goldene Mitte scheint es nur sehr selten zu geben, zumal Liebesszenen schnell abgedroschen wirken können und sich einige Autoren da wirklich sehr schwer tun. Wie sieht eine gute Liebesgeschichte überhaupt aus? Klar, ist Sex nicht das Wichtigste, aber doch in einer normalen Beziehung relevant (vor allen Dingen Jugendliche wollen sich und ihre Grenzen doch austesten) und schön! Ich für meinen Teil finde es schade, dass ein Junge in Jugendbüchern meistens nur als absoluter Bad Boy Sex haben kann. Hat das mit der Zielgruppe zu tun? Trauen die Autoren ihren jungen Lesern nicht zu, mit Sex umgehen zu können? Und das, wo doch gerade in der heutigen Zeit Sex schon in zwölfjährigen Köpfen herumtanzt und das Durchschnittsalter für das erste Mal bedenklich weit unten liegt.

Umso trauriger, dass oft Wertvorstellungen in Bücher gepresst werden, die in der heutigen Zeit mehr und mehr mittelalterlich und unangebracht sind. Ich denke nicht, dass sich in dieser Zeit noch viele Jugendliche mit Sex nach der Ehe auseinander setzen und wenn, hat das oft mit einer strengen Erziehung oder Glaube zu tun. Autoren wie Jamie McGuire ("Beautiful Disaster"), Nina Blazon ("Ascheherz"), Stephen Chbosky ("Das also ist mein Leben") oder Simone Elkeles ("Leaving Paradise") zeigen auf jeden Fall auf unterschiedlichste Art und Weisen, dass Sex in Jugendbüchern nicht abgedroschen oder schlimm ist. Er gehört zu einer Beziehung, auch wenn er definitiv nicht das Wichtigste ist. Warum also nicht mal zeigen, dass Sex, Liebe und Vertrauen Wörter sind, die durchaus zusammengehören können? Manchmal würde ich mir zumindest ein bisschen mehr Intimität wünschen - vor allen Dingen, wenn der männliche Protagonist über sechzehn ist, denn spätestens dann wird er öfter mal an Sex denken - selbst der verklemmteste Vampir!

Wie seht ihr das? Würdet ihr intime Begegnungen zwischen Buchcharakteren gut finden oder reicht Knutschen und Händchen halten? Ist die Zielgruppe mancher Bücher zu jung für Sex? Oder ist es realistisch, dass manche Jungs in Büchern anscheinend nicht mal daran denken, dass das Ding da unten nicht nur zum Pinkeln da ist?

Schon gelesen?

47 Wortmalerei(en)

  1. Ich finde diesen Post einfach super!
    Vor allem die Bilder waren ja eine extrem tolle Idee! :P

    Ich denke auch, dass Sex in Jugendbüchern eigentlich genauso normal wie im normalen Leben auch sein sollte. Ich meine der Durchschnitt der Jugendlichen hat mit 16-18 den ersten Sex (oder auch schon früher), aber in Büchern scheinen immer alle "dagegen" zu sein, oder "einander nicht verletzen wollen".

    Dabei ist es meiner Meinung nach genau das was noch mehr Realistik und Normalität, aber auch Spannung und Aufregung in ein Buch bringt.

    Erst gestern habe ich "Adorkable" zu Ende gelesen und war wirklich überrascht, wie offen dort über dieses Thema gesprochen wird. Hier wird es nämlich nicht nur praktiziert, es wird auch viel drüber geredet und Sichtweisen werden ausgetauscht.

    Zwar finde ich, dass SM oder sonstige Sachen in Büchern für Jugendliche nichts zu tun haben, aber Sex gehört einfach dazu und macht für mich eine Liebesgeschichte in einem Buch erst richtig wahrhaftig und auch innig.

    Ich fand es toll, dass du dieses Thema angesprochen hast und auch deine Sichtweise und der ganze Beitrag war sehr ansprechend :)

    Liebe Grüße
    Jana

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    1. Hihi, danke :)

      ich finde auch, dass es mehr Normalität und auch Lesernähe in ein Buch bringen würde, wenn das Thema offener behandelt wird. Schließlich ist es ja eigentlich supernatürlich und gehört eben zu einer Beziehung dazu.

      SM gehört sicherlich nicht in ein Jugendbuch, es sei denn es wird im Klappentext angekündigt, aber dafür gibt es ja auch ein eigenes Genre.

      Freut mich, dass dir der Post gefällt :) Ich fand das Thema nämlich ziemlich interessant und achte in Büchern einfach immer darauf, wie oft Sex nicht zur Sprache kommt, vor allen Dingen, wenn es so Geschichten sind, in denen der Typ der totale Bad Boy ist und trotzdem "nur" knutschen" will ;)

      Liebe Grüße,
      Marie

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  2. Hahahaha :D Ich musste ja sehr lachen beim Lesen des Posts! ;) Ich denke, dass es einfach für Autoren schwer ist eine Sexszene zu schreiben, die nicht peinlich klingt. Schließlich redet man ja auch im Alltag nicht detailliert über Sex.
    Aber ich hätte wirklich nichts gegen mehr als "nur rumknutschen" in Büchern. Wenn ich mir meine Jahrgangsstufe anschaue ist Sex ja wirklich nichts abnormales mehr und ich denke nicht, dass die Zielgruppen zu jung sind. Aufklärung hatten wir schon in der 3. Klasse :D

    Du hast mich auf eine Idee für meine Sonntagsposts gebracht! Diesmal sind wohl "Bücher, die eine Sexszene enthalten" dran oder so etwas in der Art. Ich verlinke dann auf jeden Fall auf deinen Artikel, den finde ich nämlich klasse! Und die Bilder sind ja genial xD

    Liebe Grüße
    Elisa (:

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    1. Sooo sollte es sein :D Ja, schwer ist eine Sexszene auf jeden Fall, aber unmöglich auch nicht. Das machen viele andere Autoren vor :D

      Gut, ich frage mich das nämlich immer. Ob's mit der Zielgruppe zusammenhängt, aber eigentlich sollte das kein Problem darstellen :D

      Oh super, das freut mich. Dann werde ich auf jeden Fall mal vorbeischauen am Sonntag!

      LG,
      Marie

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  3. Hehe, ein sehr amüsanter Post und die Bilder sind total toll, ich musste sehr lachen :-D

    Ich finde auch, dass es oftmals umgangen oder totgeschwiegen wird, jedenfalls in Romantasy-Büchern. Klar, ich brauche keine konkreten Beschreibungen, aber wenn eine Liebesgeschichte, wenn sie nicht gerade zwischen Zwölfjährigen stattfindet, so ganz ohne sexuelle Gedanken auskommt, finde ich das auch eher weltfremd. Gut finde ich da, dass in den meisten realistischen Jugendbüchern das Thema durchaus zur Sprache kommt. Z.B. bei dein von dir Genannten oder auch bei "Mein Sommer nebenan".

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    1. Das freut mich :)

      Konkrete Beschreibungen müssen es echt nicht sein, angedeutet würde da schon reichen, aber anscheinend geht meistens nicht einmal das!

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  4. WOW super zusammengefasst, ich hab mich das auch schon öfters gefragt. Entweder gar keine Rede davon oder direkt Shades of Grey quasi aber einen Mittelweg gibt es selten was wirklich schade ist. Die Frage ist aber auch wie sieht es dann mit dem Jugenschutz aus, klar die Jugendlichen denken daran mehr als in unserer Zeit aber bei den meisten Büchern ist ja doch ein Lesealter angegeben und da ist dann die Frage wie es rechtlich gegliedert ist wie weit man gehen darf so auch wie bei den Filmen.

    Lg Pia

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    1. Meinst du, dass das bei Büchern auch so streng geregelt ist? Glaube ich eigentlich gar nicht mal. Dann müsste bei Shades of Grey doch auch eine Altersbegrenzung drauf oder? Es gibt Altersempfehlungen ja, aber ich habe noch nie gehört, dass Bücher erst ab einem bestimmten Alter freigegeben sind.

      Aber stimmt, entweder es kommt gar nicht vor oder ist direkt ein Porno. Schon schade, dass man den Mittelweg nicht so oft findet.

      LG,
      Marie

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    2. Wie du schon sagst, normalerweise bekommt ein Buch eine Altersempfehlung, nur wenige bekommen eine Altersfreigabe. Es gibt aber ein neues Buch, das zu den "Extreme Horror" zählt, nur vom Verlag verkauft wird und nur an Personen ab 18. In dem Buch geht es auch um Sex - kranken Sex. Näher gehe ich darauf besser nicht ein und belasse es bei der Aussage.

      Ich weiß, das hat zwar nichts mit Jugendbüchern zu tun. Aber weil ihr über Alterfreigabe/-empfehlung gesprochen habt, dachte ich, dass ich etwas dazu beisteuer ;)

      LG Silke

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    3. Oh okay, das wusste ich noch nicht - Danke für die Info!
      Wie schlimm ist so ein Buch denn? Kann mir das gar nicht richtig vorstellen!

      LG,
      Marie

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    4. Genaueres kann ich noch nicht sagen, es kommt erst nächste Woche(?) bei mir an, aber ich kann dir gerne den Link zum Verlag/Buch geben, da steht unter Details einiges, was den Inhalt etwas ankratzt.
      http://www.festa-verlag.de/das-schwein.html

      Viel Spaß ;D

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  5. Ich find den Post auch total klasse :D Musste ein bisschen grinsen, ist aber auf jeden Fall eine tolle Frage. Ich finde es manchmal auch ein bisschen arg prüde, was in Jugendbüchern so vermittelt wird. Klar, es ist etwas anderes, wenn sich das Buch darum dreht, wie zwei Personen nach und nach zueinander finden - da kommt es ja meist gar nicht so weit. Was anderes ist es, wenn es tatsächlich um Beziehungen geht.

    Ich bin auf jeden Fall dafür, dass sich Autoren das öfter mal trauen. Und ich denke auch, dass man es beschreiben kann, ohne dass es gleich zu pornös gibt. Wenn Leute auf so eine Szene stoßen und das nicht lesen wollen, schlagen sie das Buch aber, glaube ich, einfach auch zu. Ich finde es seltsam, wenn man an der Stelle daran denkt, ob Jüngere das tatsächlich schon lesen können, aber dann Gewalt jedem noch so jüngsten Kind gezeigt wird. Da ist doch irgendetwas falsch.

    Ich muss aber sagen, dass ich in letzter Zeit überraschend viele Bücher gelesen hab, die mit dem Thema total natürlich und toll umgegangen sind. Bei Huntley Fitzpatrick (du willst das Buch ja eventuell noch lesen - kann ich nur empfehlen, wenn es dich stört, dass der sexuelle Teil einer Beziehung in Büchern außen vor gelassen wird; in diesem Buch wird damit total süß umgegangen), Emily M. Danforth, Loraine Zago Rosenthal, Sarra Manning, ... - bei denen ist das alles kaum ein Problem.

    Bei Simone Elkeles habe ich damit aber ein bisschen ein Problem. Ich fand "Du oder das ganze Leben" zwar auch ganz cool ("Leaving Paradise" und "Du oder der Rest der Welt" dann nicht mehr so), aber bei ihr war es mir sogar ein bisschen zu platt und klischeehaft. Aber dass es überhaupt auftritt ist ja schon fast einen Applaus wert ;-)

    Liebe Grüße
    Hannah

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    1. Danke das freut mich :) Und zum Grinsen war das ja auch gedacht ;P

      Ich bin da komplett deiner Meinung! Die Tribute von Panem zb fand ich sehr brutal und meine damals zwölfjährige Cousine hat das gelesen und fand es anscheinend nicht so schlimm wie ich :D Also schon merkwürdig das Ganze. Da ist echt irgendetwas schief gelaufen mit der Balance zwischen Sex und Gewalt.

      Und ebenso wie du, habe auch ich in letzter Zeit viele Jugendbücher erwischt, in denen Sex eben doch eine Rolle spielt, was mich auch auf den Post gebracht hat :)

      LG,
      Marie

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  6. Hallöchen! :)

    Hihi, tolle Bilder, die gefallen mir echt gut! :D
    Ich finde es auch immer etwas bescheuert, dass in so vielen Büchern Sex nicht mal annähernd angesprochen wird. Oder wenn, dann nur im Zusammenhang damit, dass der Kerl riiiichtig bööööse ist, weil er zuvor Sex mit anderen Mädchen hatte.
    An der Zielgruppe liegt dies bestimmt nicht - bereit für Sex wäre die, schließlich kann man sich ab nem gewissen Alter sein Sexwissen auch aus diversen Zeitschriften holen. Also kein Grund Sex nicht auch in Büchern zu thematisieren!
    Ich finde sogar, dass Bücher, welche von Protagonisten im Alter zwischen 16-18 erzählen durch das Auslassen des Themas Sex unrealistischer wirken - denn es ist unrealistisch, dass ein Junge in diesem Alter nicht mal daran DENKT, seine Freundin auch nur zu berühren.
    Von daher: Ab und zu ein bisschen mehr Sex wäre sogar fast wünschenswert, weil es gehört doch zu Liebe irgendwie absolut dazu!

    Liebe Grüße,
    RomeosJuliet

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    1. Das ist schööön :D

      Ich sehe das alles ausnahmslos wie du! Irgendetwas stimmt da nicht bei den Autoren :D

      LG,
      Marie

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  7. Looool ;-) Genialer Beitrag! Bei den Bildern hab ich mich gerade weggeschmissen.
    Du sprichst mir ziemlich aus der Seele, denn über dieses Thema habe ich auch schon oft nachgedacht. In vielen (amerikanischen) Jugendbüchern, zB gerade den großen wie Legend, Die Bestimmung, Panem, Firelight, Flames'n'Roses, etc. wird mir das Thema zu wenig angeschnitten. Da ist ja oft schon ein Küsschen das höchste der Gefühle. Hand unter dem Shirt, heftiges Schmusen, .... nope!
    Bei der Indie Contemporary Romance geht es dann schon wieder so heftig zu, dass man stellenweise meint, einen Erotikroman zu lesen (zB Rock me!). Es gibt einige Autoren, wie die von dir beschriebenen, die haben einen guten Mittelweg gefunden. Mir sind das aber noch viel zu wenige.
    Meiner Meinung nach dürfte es auch in Jugendromanen deutlicher werden "was da gerade passiert". Geht es dann mal zur Sache, dann ist es viiieel zu umschreibend (Sie knöpfte sein Hemd auf, und diesmal stoppten sie sich nicht - frei übersetzt aus The Goddess Test/Das göttliche Mädchen) Da könnte ich dann nur noch die Augen verdrehen.
    Aber ob sich da je was ändern wird? Ich wage es ja zu bezweifeln ....
    LG,
    Damaris

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    1. Das freut mich :D
      Allerdings - bei den großen Jugendbüchern wird das echt vorgemacht. Okay, meist passt das Thema nicht dazu, aber auch in einer dystopischen Welt gibt es Sex! Mit dem Genre kann es also auch nix zu tun haben, aber na ja, wie du schon sagtest: Ich zweifle auch daran dass sich das jemals ändert.

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    2. Wobei, jetzt fällt mir gerade ein, in Firelight geht es etwas schmusiger zur Sache, als in manchem anderen Jugendbuch ;-) Trotzdem noch weit unter dem, was man zwischen Jugendlichen erwarten könnte. Bei Legend zB gefallen sich die Protas ziemlich schnell ziemlich gut ;-) und dann knutschen sie EINMAL kurz rum! Romantik ist dann kein großes Thema mehr. Das heißt nicht, dass diese Bücher dann schlecht sind, im Gegenteil, aber es dürft (ohne den Schwärmkitsch!) ruhig großzügiger thematisiert werden ...

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  8. Ich finde Sex in Jugendbüchern nicht schlimm, wie gesagt gehört das dazu. Bin aber auch immer wieder überrascht wenn man denn auf Sex trifft, denn es ist ja doch eher die Regel.
    In vielen Büchern ist der Sex aber auch einfach nicht relevant, würde ich meinen, in einer Dystopie wo es darum geht die Welt zu retten, brauche ich keine Sexszenen, vor allem wenn die Liebe keine Zentrale Rolle spielt.

    Frage mich aber schon, wieso ihr euch so auf die Jungs versteift, ein Mädchen von 16-17 Jahren wird auch oft genug an Sex denken, wahrscheinlich schon früher und die Lust danach wird auch schon vorher aufkeimen, hier klingt es ja fast so, als hätten nur Jungs das Bedürfnis nach Sex. Auch wenn es sicherlich nicht so gemeint ist. ;)
    Und dass Jungs ein größeres Bedürfnis nach Sex haben, glaube ich auch nicht, sie gehen nur offener damit um, Mädchen werden da ja wesentlich schneller verurteilt - merkt man in Büchern ja auch auch, aber das trifft wie erwähnt auf beide Geschlechter zu, Jungs sind die Bösen, die nur mit einem spielen und Mädchen sind die Schlampen. Wie mich solche Ansichten aufregen. ;)

    Also eigentlich finde ich den Weg den Sex nur anzudeuten schon okay, von mir aus kann er auch gar nicht thematisiert werden, es sei denn es ist eine reine Liebesgeschichte, dann gehört er definitv mit ins Buch.

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    1. Das ist wahr, dass auch Mädchen oft genug an Sex denken. Und in vielen Jugendbüchern ist es ja auch der Fall, dass die Mädels es schon wollen (zb Twilight, wo er ja nicht will - ich glaube darauf habe ich mich in erster Linie bezogen, wenn ich davon geredet habe, dass Jungs daran denken! ein bisschen zu sehr vllt, da hast du recht!). Ansonsten ist es aber wie du sagst - Jungs gehen in der Realität offener, meist auch unreifer mit dem Thema um, weswegen es mir in den meisten Jugendbüchern einfach extrem auffällt, dass die Jungs kleine Denker sind, die mit dem Thema nix am Hut haben. Und das macht die ganze Sache so unrealistisch. Aber natürlich hast du recht - Mädchen denken auch daran und das habe ich in dem Post etwas außen vorgelassen.

      Und diese Ansichten regen mich auch auf. Die Klischees werden selten durchbrochen. Das ist einfach schade.

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  9. "denn es ist ja doch eher die Regel."

    - eher nicht die Regel

    So. :D

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  10. Toller Artikel!
    Also ich finde Sex gehört in einem Liebesroman dazu, aber man muss es ja nicht gleich übertreiben und ich finde, dass auch Jüngere so etwas auch schon lesen können, schließlich wird man heutzutage früh aufgeklärt und man hat eine Ahnung, wie es geht und auch in Filmen werden solche Szenen angedeutet.
    Aber wenn man noch nie Sex hatte, ist es auch beklemmend, die Gefühle nachzuvollziehen, die der Autor versucht zu beschreiben.
    Ich hatte noch nie Sex und habe es auch nicht vor in den nächsten Tagen (XD) deshalb finde ich es etwas komisch, diese Szenen zu lesen.
    Aber schlimm finde ich es nicht, denn es ist so normal wie essen und trinken.

    LG May

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    1. Danke dir! :)

      Das kann ich mir denken, dass es auch merkwürdig ist, für Menschen, die in der Hinsicht noch unerfahren sind. Andererseits könnte es ja auch hilfreich sein, über sowas zu lesen, weil dann das Thema Sex, was ja oft mit Schamesröte einhergeht, ein wenig lockerer und vielleicht mit weniger Angst gesehen wird? Ich weiß es nicht, aber ich finde auch, dass es normal ist und einfach dazugehört bei einer Liebesgeschichte!

      Liebe Grüße,
      Marie

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  11. Haha, herrliche Bilder xD "Ohhh, ahhh!" Bezaubernd!

    Also ich glaube dieser Fakt ist auch einer der Sachen, die mich bei amerikanischen Jugendbüchern echt aufregen, entweder wird über Sex kein Wort verloren und Knutschen ist das Höchste der Gefühle, oder die benehmen sich so vulgär und pubertär wie in "American Pie". Beides nicht gerade authentisch und beides auch nicht besonders unterhaltsam. Da muss man meist doch erst eine/n europäische/n Autor/in in die Finger kriegen, um mal die echte Welt der Gefühle entdecken zu können (obwohl es auch hier natürlich nicht immer der Fall ist, weil sich viele ja ein Beispiel an den Amerikanern nehmen ... wieso nur?). Ich hab schon öfter bemerkt, dass Skandinavien etwas lockerer mit dem Thema umgeht und deswegen lesen sich Bücher aus diesem geografischen Bereich auch meist viel glaubwürdiger und humorvoller. Da muss das erste Mal nicht perfekt am Strand beim Sonnenuntergang sein, und erste Berührungserfahrungen werden nicht als Perversion abgestempelt.
    Vielleicht einfach mal was Europäisches probieren? ;D

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    1. :D:D Nicht wahr? Wer weiß, was unsere Bücher so machen, wenn man nicht hinschaut?:D

      Europäische Bücher gehen tatsächlich viel offener damit um. Nur ich wundere mich immer, wie "pervers" die Amis in solchen Liedern wie Blow my Whistle sind, ansonsten aber quasi tote Hose herrscht. Wirkt leicht doppelmoralisch. Dass die Skandinavier das lockerer sehen kann ich mir denken :D Die werden ja auch als sexuell sehr locker angesehen! Kannst du da irgendein Buch empfehlen?

      LG,
      Marie

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    2. Was mir jetzt direkt aus der skandinavischen Jugendbuchwelt einfällt, wo es auch offensichtlich um erste sexuelle Erfahrungen geht, wäre einmal "Ludvig meine Liebe" und ""The lovely way". ;-)

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    3. Aber "Ludvig meine Liebe" hatte dir ja leider nicht so gefallen. "The lovely way" schlägt dafür einen ganz anderen Weg ein, ist aber leider sehr unbekannt auf dem deutschen Markt obwohl es in Schweden sehr viele Preise gewonnen hat. Skurril aber irgendwie gut.

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    4. Ludvig meine Liebe fand ich ganz okay eigentlich. Mir hat was gefehlt, aber im Großen und Ganz fand ich es gut. "The lovely way" war das das mit dem hübschen Cover? Ich schau gleich mal nach :D Danke für die Tipps :)

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  12. Bisher war ich "nur" eine stille Mitleserin, aber diesen Post muss ich jetzt einfach kommentieren ^^

    Irgendwie kann ich es ja verstehen, dass bei gewissen Jungendbüchern Sex nur am Rande stattfindet, ohne Details, etc. Das stört mich im Grunde genommen gar nicht so, wobei ich es natürlich schon lieber habe, wenn damit etwas offener umgegangen wird.

    Was ich aber dagegen gar nicht ausstehen kann, wenn sich die Protagonistin schon fast "versaut" vorkommt, weil sie mit ihren Freund etwas rumknutscht ^^ Ich meine das ist ja harmlos, da kann ich die Entrüstung nicht verstehen.

    Ein Buch, das mir bezüglich der Sex-Szene gut in Erinnerung geblieben ist, war "Forbidden". Da gefiel mir die Art und Weise, wie die Autorin das Thema eingearbeitet hat ziemlich gut :)

    Liebe Grüsse
    Vanessa

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    1. Hihi, das freut mich natürlich seeehr :)

      Und genau damit sprichst du mir absolut aus der Seele. Die Figuren haben dann immer ein schlechtes Gewissen, obwohl die sich nur geküsst haben! Oh mein Gott, kann man jetzt schanger werden?:D Sehe das ganz genau so und das ist mit eins der Sachen, die ich sehr nervig finde.

      Forbidden fand ich inhaltlich wie sextechnisch auch sehr gelungen :D

      LG,
      Marie

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  13. Ganz toller Post! Etwas vom Besten, das ich seit langem im Internet gelesen hab!

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  14. OMG - deine Bücher bespringen sich! Das ist so...putzig.

    Es ist mir egal, ob in Jugendbüchern Sex beschrieben wird oder nicht. Es sollte einfach natürlich wirken. Meistens sind die Protagonisten unsterblich verliebt und um die 16 - ich denke, da kann man Sex haben. Dieses Rumgedruckse finde ich ganz schrecklich; bestes Beispiel Twilight, wo selbst nach der Ehe kaum was ging. Ich meine, wir haben doch alle ewig auf diese verdammte Hochzeitsnacht gewartet und dann war das: Aussiehen, ins Wasser gehen, Küsschen...der nächste Morgen.

    Gerade habe ich den zweiten Kyria und Reb Band gelesen. Die haben Sex, ohne das es groß thematisiert wird - und das ist ab 12 Jahren empfohlen. Es wirkt halt einfach natürlich, es wird keine Show veranstaltet. Aber das ist wohl der Unterschied zwischen deutschen und amerikanischen Autoren. Amerikaner drücken dem Sex gerne ein Stigma auf, das ich nicht nachvollziehen kann. Finde ich eigentlich schade. Ein natürlicher Umgang, ohne dem eine solch riesige Bedeutung beizumessen. Es muss ja auch nicht in jedem Detail beschrieben werden. Wenn es einfach normal wirkt, was es ja auch ist, dann mag ich es eigentlich am liebsten.

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    1. Kannst du mal sehen ;P

      Mir ist es nicht egal, wie du schon sagtest - es muss natürlich wirken und das tut es in den meisten Fällen leider nicht so wirklich.

      Ich mag es auch, wenn es normal wirkt, genau deswegen habe ich den Post ja geschrieben - weil alle in Büchern nur rumschwärmen und sich einheulen, weil sie sich geküsst haben, als würde man mit 16 nicht auch schon weiterdenken, vor allen Dingen, wenn man unsterblich verliebt ist.

      LG,
      Marie

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  15. Die fotografische Untermalung ist ja der Knüller :D das Thema und die ganze Diskussion dazu ist auch toll. Ich kann deine Meinung und die meiner Vorredner eigentlich nur unterschreiben: ich habe zwar noch nicht so oft Bücher gelesen, in denen Teenagersex als was Schlechtes dargestellt wird, dafür wird es aber viel zu oft gar nicht erwähnt. Total lachhaft, ich meine das sind jugendliche, die denken ständig an Sex oder diverse Vorstufen davon, v.a. Wenn sie einem anderen Menschen näherkommen

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    1. Haha, danke :D Als was schlechtes wird es in meinen Augen irgendwie dann schon dargestellt, wenn so getan wird, als wäre Küssen schon das Höchste der Gefühle. Als wäre das alles, was man so "machen" könnte. Das ist doch schon irgendwie traurig und auch lachhaft, wie du sagst. Wenn ich mir mal so die Männer/Jungs in meinem Umfeld ansehe (auch bzw vor allen Dingen früher), ich glaube, da gibt es niemanden, der nie an sowas gedacht hat :D

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    2. Ich glaub für mich kommt das dann eher naiv und weltfremd rüber. Ich meinte, ich hab's noch nicht so richtig mit erhobenem Zeigefinger erlebt.
      Tja, wir versauten Europäer halt, wir denken nur an das Eine ;D

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  16. Sorry, ich kann zu der Diskussion jetzt leider nicht viel besteuern, weil ich schon mit einem Bein im Bett bin, aber ich muss doch noch kurz loswerden: DIE BILDER!! :-D Ich werd verrückt. Sehr sehr schön in Szene gesetzt.
    Ich habe in letzter Zeit nicht mehr so viele Jugendbücher gelesen, eben weil mich das Thema erste Liebe/erstes Mal nicht mehr wirklich reizt, aber an Bella und Edward kann ich mich noch gut erinnern. So ein Blödsinn!
    Und mal so generell: Es ist sicher nicht leicht, gute Liebesszenen zu schreiben, da ein falsches Wort die Stimmung kaputt machen kann, aber man muss ja auch nicht allzu sehr ins Detail gehen. Ich habe zwar kein Problem mit Sexszenen (außer vielleicht, ich sitze gerade in der Bahn und befürchte, dass mein Sitznachbar mitliest ;-) ), aber man kann den Figuren ja auch ein bisschen Privatsphäre lassen und vor der Schlafzimmertür stehen bleiben.

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    1. Hihi, dafür, dass du nicht so viel beisteuern wolltest, hast du doch aber doch was dagelassen :) Danke, das mit den Bildern war auch ne ganz schöne Arbeit - draußen war es arschkalt und ich musste mir erstmal diverse Buchsexstellungen einfallen lassen :D

      Mir geht das Thema erste Liebe und erstes Mal mittlerweile auch ganz schön auf den Keks, und gerade deswegen suche ich etwas Neues - auch im Jugendbuchgenre. Kann doch nicht sein, dass es immer nur darum geht, noch nie geliebt zu haben.

      Das Problem mit der Bahn kenne ich gut :D Weiß noch, als ich Shades of Grey im Zug gelesen habe - hatte durchgehend einen roten Kopf, weil ich Angst hatte, dass man mir über die Schulter sieht ;)

      LG,
      Marie

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  17. Zu den Bildern hab ich ja über Twitter schon was gesagt: Also sie sind echt :D Sehr kreativ auf jeden Fall. Das Risiko mit den Nachbarn war's definitiv wert. (:
    Vor einem Jahr habe ich (als ich 14 war) auch mal ein Buch (Easy - Tammara Webber) gelesen, wo Sex auch eine Rolle gespielt hat, wo es aber wirklich nicht zu viel aber auch nicht zu wenig war. Es war sehr authentisch und als ich später gesehen habe, dass die Leseempfehlung ab 17 Jahren war, habe ich mich wirklich erschrocken, da ich das voll okay fand. Ich glaube also, dass es nicht etwas mit den verängstigen Jugendlichen zu tun hat, sondern eher mit den ängstlichen Autoren. ;)

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    Replies
    1. Haha, danke :P

      Das könnte natürlich auch sein, ich hab keine Ahnung!

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  18. Dein Post ist einfach toll, vor allem die Bilder! :D Und ich stimme dir voll und ganz zu. Ich finde es einfach schade, dass das Thema Sex in Jugendbüchern fast so etwas wie ein 'Tabu' ist. Aber sind wir doch mal ehrlich, die Charaktere sind meistens um die 16 Jahre, also junge Erwachsene und das Thema Sex gehört zum erwachsenwerden dazu. Und es ist einfach unrealistisch, wenn die Protagonisten in diesem Alter nicht daran denken.

    LG
    Tina

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    Replies
    1. Daanke :)
      Kann ich alles nur nochmal unterschreiben :) Schön zusammengefasst!

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  19. Mal wieder ein geeeeenialer Post! :D
    Vor allem diese unglaublich witzigen Bilder sind der Hammer! Ich werde von jetzt an Bücher für immer mit anderen Augen sehen. Ó.ò ^^

    Also ich finde auch, dass vor allem in puren Lovestories der Geschlechtsverkehr niemals komplett ausgelassen werden sollte. Jedoch bin ich, was die Beschreibung der Sex-Szenen angeht, ziemlich anspruchsvoll. Ich erwarte eine Art Magie in den Worten, Gefühle und Empfindungen müssen genau auf den Punkt gebracht werden (Bitte nicht zuuu viel, um Himmels Willen! Erotik pur ist nicht mein Ding.), nicht mehr oder weniger. Es muss einfach die Atmospähre stimmen und es sollte mich irgendwie berühren können. Als Vergleich: ein bisschen wie schöne, langsame Musik, bei der man die Augen schließen möchte. Wenn der Sex einfach platt, leblos, total unauthentisch und ZU OFT beschrieben wird, muss ich mich normalerweise vor Ekel übergeben... *hust* "Wellentraum" *hust*

    Jaaaa, ich bin seltsam. ^^
    Und nochmal, richtig "geiler" Post! :'D
    Lydia

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  20. Hallo Marie!

    Dein Artikel und deine Bilder sind ja mal der absolute Hammer! Ich muss ja schon Schmunzeln!

    Ich bin kein Typ, der rot anläuft bei solchen Themen und finde auch, dass Sex eine nicht unwichtige Sache ist, auch in Büchern - für Beziehngen - nicht unwichtig sind. Manchmal kann es auch Frust sein oder eine art Sucht, die damit zum Ausdruck gebracht werden kann. Es muss nicht immer im negativen Sinne dargestellt sein kann aber auch durchaus zu einer guten und realistischen Story führen.

    Es ist nicht verboten und ich kann Bestätigen, dass es kein Junge auf der Welt gibt, der unter 16 weiß, was man mit seinem Ding macht. Liegt aber zumindest in Deutschland an der Aufklärung ab der 4. Klasse (oder auch teilweise früher).

    Ich stimme dir auch absolut zu, dass dieses Thema gerne mal gleich übertrieben wird und eine goldene Mitte nicht gerade einfach ist. Aber jeder gute Autor wird sich zurecht finden. Möchte ich unbedingt richtigen Sex lesen, greife ich zum entsprechenden Genre.

    Jugendbücher haben oftmals eine Zielgruppe, die ziemlich junge Leute anspricht, da verstehe ich, wenn das nicht vorkommt - aber ab einem gewissen Alter schätze ich mal, kann es doch kein Tabu mehr sein, gerade weil wie du so schön sagst, die Altersgrenze der ersten Male ziemlich sinkt.

    Aber da dein Artikel auch schon älter ist, möchte ich noch Hinzufügen, dass so manches (Jugend)Buch doch mittlerweile schon einige heftige Szenen drin hat, wo man manchmal leicht ins Schwitzen kommen kann beim Lesen. ^^ Es ist also nicht unbeding mehr das größte Tabu.

    Liebe Grüße
    Henni :)

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    1. Haha, so sollte es auch sein, lieber Henni :) Freut mich, dass es dir gefällt.

      Ja, ist schon etwas älter, aber ich finde teils gilt es noch immer. Jetzt gibt es eben das "neue" Genre, in dem es fast nur um Sex geht und das finde ich okay, ist aber nicht ganz das, was ich meine, weil ich es ja gerne explizit in normalen Jugendbüchern drin hätte, die sich um Liebe drehen, aber keine Softporno sind :D Das klappt bei manchen ganz gut und wirkt authentisch, aber bei vielen amerikanischen Geschichten vermisse ich es doch. Weil ganz ehrlich, mit 16+ will man doch nicht nur Händchen halten - zumindest, wenn man sich die Welt mal so ansieht.

      Aber ja, verbessert hat sich auf jeden Fall etwas :) Ein guter Schritt in die richtige Richtung!

      Liebste Grüße,
      Marie

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    2. Dieses "neue Genre" finde ich aber wieder zu sehr Hin- und Her und hach dies und das. Diese Cover allein schon verleiten mich dazu Thriller zu schreiben. xD

      Ja, vielleicht setzt sich das noch mehr durch. Wer weiß? :D
      Nein, mit 16+ finde ich, reicht das nicht mehr aus um eine glaubwürdige Geschichte zu schreiben, es mag Ausnahmen geben, aber die Mehrheit hat in dem Alter andere Gedanken als Händchen halten. :D

      Auf der anderen Seite denk ich mir wieder, warum sollte ich es lesen? Dann lieber selbst haben. x: :D

      Liebe Grüße
      Henni

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  21. Sehr guter Artikel. Mich stört es auch, dass das Thema meistens nicht mal angesprochen wird. Zumindest daran denken werden die Charaktere ja wohl und da die meisten Bücher ja direkt aus Sicht der Hauptfigur geschrieben sind, sollte man als Leser auch von diesen Gedanken erfahren, denke ich. Wie sollen Jugendliche sonst lernen, normal an das Thema ranzugehen, wenn es überall totgeschwiegen wird und Pornos quasi die einzige "Aufklärung" sind, wie das zu laufen hat? Klar gibt es zuhauf Bücher mit Sexszenen, aber die sind dann zu 90% für Erwachsene und da ist das natürlich auch wieder ganz anders dargestellt und die Art passt dann auch nicht zur jugendlichen Zielgruppe.
    Ich wünsche mir wirklich, dass das Thema mal wirklich zur Sprache kommt, und nicht nur in Ausnahmefällen. Das einzige Buch, was mir da spontan einfällt, ist "Der Geschmack von Sommerregen". Ich weiß nicht, ob das jetzt ein Spoiler wird, also den Absatz vielleicht lieber überspringen, falls du da Angst vor hast? :D
    Da haben die Charaktere dann auch nicht einfach plötzlich Sex, sondern das Mädel macht sich erst mal Gedanken und macht sich auch Sorgen, dass sie irgendwas falsch machen könnte und als es später dazu kommt, wird es auch beschrieben, aber nicht so detailliert, wie es in Erotikromanen ist, sondern normal und nicht kitschig oder abgedroschen. Das ist wirklich ein Beispiel, das mir positiv in Erinnerung geblieben ist, weil es einfach realistisch dargestellt ist, denke ich.
    Also ja, mehr davon! Es gibt ja Autoren, die zeigen, dass es möglich ist, Sex gut in Jugendbüchern unterzubringen, ohne es zu übertreiben. Bei einer Zielgruppe um die 16 Jahre sollte das Thema auch schon lange kein Tabu mehr sein.

    Bei dem Roman, den ich dir jetzt hier geschrieben habe, hätte ich selbst schon fast eine Liebesgeschichte inklusive Sexszene unterbringen könne, ups. :D

    Viele Grüße!

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Manche Bücher müssen gekostet werden, manche verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz. [aus Tintenherz]