|Kleine Buchgedanken| Unterwegs auf leisen Pfoten - Tierisch lesen oder auch: Tiere in Büchern

10:00:00 AM

 Wisst ihr eigentlich, was eure Haustiere machen, wenn sie alleine zu Hause sind? Ich habe meinen Hund Paul jedenfalls dabei ertappt, wie er es sich mit einem Buch in der Sonne bequem gemacht hat (das die Prozedur mit dem Foto in Wirklichkeit um einiges anstregender war, muss ich an dieser Stelle ja nicht erwähnen!) und erst einmal eine Runde geschmökert hat. Was Tiere in der Realität machen, wissen wir nun also, aber was ist eigentlich, wenn Tiere in Büchern vorkommen? In Kinderbüchern ist das ja keine Seltenheit - ich erinnere mich daran, dass ich in der Grundschulzeit alles gelesen habe, wo Pferde drin vorkamen, aber heute? Pferde- und Tierbücher sind doch eigentlich etwas für kleine Mädchen, oder? Nix da! Heute zeige ich, dass auch Tierbücher ganz besonders sein können und möchte ein wenig über Bücher plaudern, in denen Tiere vorkommen.

Platz Nummer Eins hat in diesem Fall wohl "Rot wie das Meer"! Dieses Buch hat meine Liebe zu den gehuften Vierbeinern einmal mehr aufleben lassen. Aber ein Buch, in dem Pferde eine Rolle spielen? Da denkt man doch direkt an eine rosarote Traumwelt auf dem Reiterhof! Dass es auch anders geht zeigt Frau Stiefvater mit diesem unvergleichlichen Werk über die keltischen Wasserpferde und macht klar: Pferde können auch für junge Erwachsene noch ganz schön spannend sein! Noch nicht gelesen, aber auf jeden Fall schon auf der Wunschliste steht "Schiffbruch mit Tiger". Den dazugehörigen Kinofilm habe ich bereits gesehen und war mehr als begeistert von der berührenden Geschichte. Egal, wie man sie interpretieren möchte, ein Tier kommt direkt oder indirekt darin vor! Auch "Muh!" von David Safier klingt nach einer unglaublich witzigen und kreativen Geschichte, die ich auf jeden Fall lesen werde. Sie ist aus der Perspektive einer Kuh geschrieben und daher prädestiniert für diesen Post! Last but not least ist da noch "Bernie und Chet" von Spencer Quinn. Das Buch steht seit Ewigkeiten ungelesen in meinem Regal, aber die Story klingt so lustig, dass ich es irgendwann einmal gerne lesen möchte. Die Geschichte ist ebenfalls aus der Sicht eines Tieres - in dem Fall aus der Sicht eines Hundes geschrieben und ist ein Krimi.
Man sieht: Tiere in Büchern sind gar nicht mal so uncool wie man denken könnte. Ganz im Gegenteil, die vierbeinigen Freunde haben ihren ganz eigenen Reiz. Ob das nun Pferde, Kühe oder Hunde sind, sie alle können spannende, liebevolle und humorvolle Geschichte erzählen ohne dabei kindisch zu sein. Außerdem ist es doch auch mal was anderes, wenn mal kein schüchternes, unbeliebtes Mädchen die Hauptrolle spielt, sondern eine Kuh, die nicht geschlachtet werden will oder der Hund, der einen Kriminalfall löst. Bücher, in denen Tiere vorkommen oder gar die Hauptrolle spielen sind also mehr als nur Kleinmädchengeschichten und auch für Erwachsene dringend zu empfehlen!

Welche Bücher kennt ihr, in denen Tiere eine wichtige oder sogar eine Hauptrolle spielen? Habt ihr eines der genannten schon gelesen und wenn ja, wie haben sie euch gefallen?

Schon gelesen?

6 Wortmalerei(en)

  1. "Dackelblick" und alle folgenden Bücher der Reihe von Frauke Scheunemann! Die sind einfach köstlich!!!!!! Dann die Hundegeschichten zu Weihnachten von Petra Schier. Gelesen habe ich auch "Nelson sucht das Glück"....absolut süß und traurig! Nach all den Hundegechichten kann man es gar nicht glauben, dass ich eigentlich ein Katzenmensch bin ;) LOL

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  2. was ich immer geliebt habe oder auch immer noch liebe, weil mich das auch immer noch begeistert, wenn ich es noch mal lese, ist "Die Ratten und die Ratten von Nimh" von Robert C. O'Brien. Eine arme kleine Mäusefrau, die Hilfe beim Umziehen in ihr Winterquatier braucht und dann die intelligenten Ratten um Hilfe bittet, der böse Feind ist der Kate vom Bauern auf dessen Hof alles spielt.
    Das Buch ist sooo süß!
    Irgendwie ist es komisch, dass ich immer noch Kinderbücher liebe aber egal :D

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  3. "Kuss des Tigers" natürlich! ^-^ Bei "Rot wie das Meer" fand ich das mit den Pferden auch genial, vor allem da es einem irgendwie gar nicht wie Fantasy vorkam, sondern tatsächlich realistisch wirkte. Was meine Kindheit angeht, kann ich mich noch sehr gut an "Mira, die Heldin" von Tiere: Freunde fürs Leben erinnern... ♥ Auch aus der Sicht einer Hündin geschrieben, und total niedlich.

    Liebe Grüße (:

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  4. Da fallen mir auf Anhieb "Glennkill" und "Garou" ein. Krimis aus der Sicht von Schafen - einfach herrlich. :) Zuletzt habe ich außerdem "Talitha Running Horse" ausgelesen, das handelt zwar primär von den heutigen Lakota-Indianern, aber die Protagonistin hat eine starke Bindung zu Pferden/einem bestimmten Pferd. Eigentlich habe und hatte ich nie viel für Pferde übrig, aber in diesem Buch ist das einfach toll geschildert. :)
    Was mir auch grad einfällt, ist "Ein Winter mit Baudelaire". Das handelt von einem Mann, der obdachlos wird und Halt in einem lieben Hund findet. Das war so herzallerliebst, dass ich es auch nur empfehlen kann. :)

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  5. Peng ! Da hast du voll in mein Tierliebhaber-Herz getroffen! Super Post!
    Life of Pi habe ich auch den Film gesehen, das Buch noch auf dem SuB. Muh! von David Savier gelesen und als wie immer lustig gefunden (obwohl's nicht ganz an meinen Liebling "Mieses Karma" kam). Auch "Rot wie das Meer" liegt noch auf dem SuB, winkt und schreit schon fast gelesen zu werden - ich kann's nicht bald nicht mehr ignoriere ;)

    Was mir auch sehr gefallen hat "Firmin" : Eine kleine (deressive, aber wissenshungrige) Ratte in einer Buchhandlung, die sich durch alle Regale liest wenn der Besitzer weg ist - herrlich!
    Und auch "Dewey und ich" hat mein Herz erobert: ein Kater wird in die Rückgabeklappe einer Bücherei gegeben und wird mangels Besitzer dort aufgezogen, wobei er zum Maskottchen dort wird (wahre Geschichte!).
    Für Gruselfans fällt mir noch "Felidae" ein: Kater löst abstruse Mordfälle im Quartier und stösst auf ein Rätsel eines Versuchslabors.
    Und für Hundefreunde gibt's auch noch "Marley und ich", wobei ich bis jetzt nur den Film kenne...
    Und dann wär noch "Schmitz' Katze"! Zugegeben, man muss diesen Komiker mögen, um auch das Buch zu mögen vielleicht, aber ich habe in seiner Katze meine entdeckt und köstliche Tränen gelacht.

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  6. Ich liebe tierische Gefährten in Büchern, vor allem Hunde. Das ist direkt ein kleiner onuspunkt, wenn die Hauptfiguren einen haben :D Am liebsten mag ich Manchee aus The Knife of Never Letting Go, aber auch bei The Pricker Boy gab es einen treuen Vierbeiner. In den Büchern spielen Hunde zwar nicht die Hauptrolle, aber mir reichen sie schon als Nebenfiguren :)

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Manche Bücher müssen gekostet werden, manche verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz. [aus Tintenherz]

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