|Unterwegs| Die Bastei Lübbe Preview Herbst/Winter 2014/2015: Das Programm #2

2:22:00 PM


Habt ihr euch von dem letzten Post erholt, habt ihr was zu trinken und seid ausgeschlafen? Super, denn jetzt geht es weiter mit der Postreihe zu meinem Besuch bei Bastei Lübbe - wenn ihr also erfahren wollt, welcher Autor seine Leser sechzehn Jahre hat warten lassen, warum ich Luca di Fulvio das Leben gerettet habe und was es sonst noch so zu erzählen gibt, dann bleibt dran...

...waren wir natürlich alle aufgeregt. Der Saal war gefüllt, die "Prominenz" stand schon an der Autorenwand, um sich fotographieren zu lassen und sowieso war ich unglaublich gespannt darauf, was mich in den kommenden zwei (na ja, man hat ein wenig überzogen, aber das fand ich ehrlich gesagt ziemlich gut) Stunden erwarten würde - eine wirkliche Vorstellung hatte ich nämlich ehrlich gesagt noch nicht. Es war ja fast schon spannend genug, Motsi Mabuse und Ralf Schmitz live und in Farbe zu sehen (auch wenn mich deren Bücher nicht unbedingt interessieren, aber gut, das ist etwas anderes!). Der Geschäftsführer Klaus Kluge von Bastei Lübbe hat dann jedenfalls das Wort übernommen und die Menge dazu gezwungen, sich endlich zu setzen (man haben die lange gebraucht!) und dann ging es auch schon los...


















































Wie ihr seht, hatte ich nicht unbedingt einen allzu vorteilhaften Platz, deswegen möchte ich mich jetzt schon einmal für die Fotos entschuldigen, auf denen man oft nur Hinterköpfe betrachten kann. Sehr doof gelaufen, aber ich hoffe, ihr könnt hier trotzdem etwas entdecken und erfahern. All jene jedenfalls, die "Das Jesus-Video" von Andreas Eschbach mit Begeisterung gelesen (oder den Film gesehen haben) und die gerne mehr hätten - hier die gute Nachricht: Nach sechzehnjahren gibt es nun endlich die Fortsetzung "Der Jesus-Deal", der dort beginnt, wo das Jesus-Video endet und dort aufhört, wo das Jesus-Video beginnt - He? In einem interessanten Interview mit Peter Großmann und Andreas Eschbach gab es (k)einen Enblick in die Arbeit des Autoren und das neue Buch - ehrlich gesagt wurde nicht sonderlich viel verraten, was sich auch in der Inhaltsangabe des Buches wiederspiegelt: Das Buch wird ganz schön geheimnisvoll behandelt und macht gerade dadurch Lust auf mehr. Ich will ja nichts sagen, aber ich habe die ersten Seiten schon hier... aber dazu gibt es natürlich später mehr!























































Anschließend gab es eine kleine Videobotschaft von Ken Follett, der leider nicht selbst dabei sein konnte, weil er momentan noch an dem Buch schreibt. Allerdings ist es sicher: Der dritte Band der Jahrhundert-Saga "Kinder der Freiheit" (spielt übrigens zur Zeit des Mauerfalls) wird Ende des Jahres (nämlich im September) erscheinen - das Ende seiner Trilogie. Eines der lustigsten Interviews des Abends lieferte uns dann Hubertus Meyer-Burckhardt, der seinen Roman "Die kleine Geschichte einer großen Liebe" vorstellte und dabei allerhand witzige Anekdoten erzählte und einige kluge Männer zitierte. Was uns in seinem Buch erwartet? Eine große Liebe, für die man sich verändert. Und es soll eine ganz normale Geschichte sein, in der man sich wiederfinden kann. Klingt jedenfalls schon einmal interessant!

Ebenfalls sehr witzig und sympathisch stellte Hajo Schumacher sein neues Buch "Restlaufzeit" vor, in dem es darum geht "Wie ein gutes, lustiges und bezahlbares Leben im Alter gelingen kann". Er hat eine sehr positive Einstellung zum Alter, die man interessiert verfolgen konnte. Für mich wäre das Buch (noch) nichts, aber vielleicht kann es einem ja tatsächlich die Angst vor dem älter werden nehmen?
















































Weiter ging die Veranstaltung mit einem Bericht über das neue Buch von Neil Gaiman "Der Ozean am Ende der Straße" - dafür kam Marco Schneider auf die Bühne, der Belletristikchef des Verlags. Er arbeitet nicht nur mit Neil Gaiman zusammen, sondern hat auch Beststellerautoren wie Dan Brown nach Deutschland geholt. Das Buch soll nicht nur eine unglaublich poetische und faszinierende Geschichte sein, sondern könnte auch irgendwann in gewisserweise zu den Klassikern zählen, so Marco Schneider. Außerdem sollte man sich laut ihm wohl mal eine Lesung von Neil Gaiman ansehen, da dieser in der Lage ist, tausende von Menschen stundenlang zu unterhalten - inklusive Gesang und Tanz. Das klingt doch mal vielversprechend!
















































Einen sehr faszinierenden Auftritt - visuell wie akustisch - lieferte Luca di Fulvio, der auf italienisch interviewt wurde. Links seht ihr die Dolmetscherin, die immer alles übersetzt hat. Sehr charismatisch und typisch italienisch - so kann man Luca di Fulvio wohl beschreiben. Das Interview - auch wenn man oft nur die hübsche italienische Sprache gehört hat - hat mir gut gefallen, gerade denn Luca di Fulvio im gebrochenen Englisch geredet hat. Sehr sympathisch. Sein neues Buch "Das Kind, das nachts die Sonne fand" erscheint zwar erst im nächsten Jahr, aber da seine ersten beiden Bücher in Deutschland schon großen Anklang fanden, wird auch dieses wahrscheinlich wieder ein Erfolg werden. Ich bin jetzt überzeugt, auch endlich mal ein Buch des Autors zu lesen - und das liegt nicht nur an der kleinen Geschichte, die ich euch nachher noch erzählen werde!

Mein buchiges Highlight ist ein dramatischer Jugendroman, den die - passend in lila gekleidete - Dame uns sehr schmackhaft gemacht hat. Das Buch klingt unglaublich eindringlich und nach einer spannende Lektüre und auch das Cover verspricht einiges. Soweit ich das verstanden habe, geht das Buch in Richtung Cybermobbing und beschäftigt sich auch mit einem Suizid. Dieses Buch ist ohne Widersprüche sofort auf meine Wunschliste gewandert!






















































Zum Schluss kam Ralf Schmitz auf die Bühne und hat nicht nur für einige Lacher gesorgt, sondern auch einige Wahrheiten zum Besten gegeben. Tatsächlich war es wahnsinnig spannend, ihn mal live zu erleben - vor allen Dingen, weil er wirklich durchgängig seine Rolle spielt, was ziemlich lustig ist. Allein, wie er zur Bühne gegangen ist, war schon super ulkig! Sein Buch "Schmitz' Häuschen" erzählt von seinen Erfahrungen zum Thema Handwerker und Hausumbau - da wird sich wohl so mancher Hausbesitzer drin wiederfinden.


Und dann war die Vorschau auch schon zu Ende - es ging wahnsinnig schnell, obwohl sogar überzogen wurde und ich hätte mir noch viel länger faszinierende Bücher vorstellen lassen können und Autoren über ihre Bücher reden hören. Anschließend gab es dann noch ein Gruppenbild mit allen anwesenden Autoren und "Stars" und dann gab es leckere Häppchen und viele Gespräche im Saal. Dabei habe ich nicht nur ein Kompliment von Motsi bekommen (die meine Ringe toll fand), sondern auch Luca di Fulvio das Leben gerettet - er hatte sich dummerweise draußen ausgesperrt und lugte etwas unsicher in den Raum. Mit den Worten "Leute, soll ich Luca mal das Leben retten?" bin ich dann zur Tür stolziert und habe ihn reingelassen, woraufhin er sich immer wieder glücklich bedankte und betonte, wie viel Angst er gehabt habe, dass er nicht mehr reinkommen würde - und dass es kalt wäre natürlich. Meine Begleitung Jana wollte dann unbedingt noch Bilder mit Motsi und Ralf Schmitz haben, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Sehr lustig war das Bild mit Ralf Schmitz, denn als Jana ihn fragte, ob sie ein Foto mit ihm machen dürfte, antwortete er: "Und ich dachte schon du fragst nie!"


































































Nachdem wir Blogger und auch die Begleitungen noch einmal sehr überrascht worden sind (dazu im nächsten Post mehr!) sind wir wieder ins Hotel gefahren, um uns frisch zu machen, denn anschließend wollten wir mit allen zusammen etwas essen und trinken gehen. Mit einem derben, aber witzigen Wiener Kellner haben wir dann noch eine Weile in einer Kneipe gesessen und den Abend ausklingen lassen. Am nächsten Morgen gab es dann ein super leckeres Frühstück (inklusive eines mampfenden Luca di Fulvios am Tisch hinter uns, der ab und an zum Rauchen nach draußen gegangen ist) und dann war auch alles schon vorbei! Viel zu schnell, wenn mir mich fragt!



An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bei Rebecca Hoffmann und Annette Geduldig bedanken, dafür, dass ihr euch so lieb, um uns gekümmert, uns alles gezeigt und die ganze Aktion organisiert habt! Ich habe mich total wohl gefühlt und würde das ganze total gerne noch einmal wiederholen. Ein wirklich ganz tolles Erlebnis, dass ich sicherlich nie mehr vergessen werde!

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8 Wortmalerei(en)

  1. Wie lustig, dass sie den englischen Titel von Neil Gaimans Buch wirklich wörtlich übersetzt haben. Das passiert ja sehr selten bei deutschen Verlagen. Das Buch war übrigens wirklich ganz toll, aber die Originalcover gefallen mir wesentlich besser.

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    1. Das Originalcover ist tatsächlich schöner - bin schon gespannt :) Aber der Titel funktioniert ja auch im deutschen gut, oft kann man Titel ja gar nicht ins Deutsche übersetzen ohne dass sie einfach nur doof klingen!

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    2. Ja das stimmt, aber es gibt leider auch Fälle, da würde es im Deutschen genauso gut klingen und dann machen sie einen ganz grässlichen Titel daraus, der alles verfälscht. :/
      Ich wünsche dir übrigens viel Spaß beim Lesen ;)

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  2. Hey,

    wow, dass klingt einfach nach einem ganz tollen Tag! :)
    Ralf Schmitz ist super nett, den mag ich echt total!
    Meine Autogrammkarte wird sehr gut gehütet. :D

    Ich muss mir das Herbst Programm auf jedenfall nochmal genauer anschauen!
    Danke für Deinen Einblick! :)

    Liebe Grüße
    Vanessa
    von Chaosqueens Wunderwelt

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    1. War es auch, ein wirklich schöner Tag mit ganz vielen Eindrücken und Überraschungen!

      Mach das mal, da sind wirklich interessante Sachen bei :)

      Liebe Grüße,
      Marie

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  3. Und wieder: großartiger Bericht. Ich bin ganz happy, dass Neil Gaimans Buch bei Eichborn erscheint. Das wird definitiv auf der WuLi landen, weil ich von einigen Lesern die es auf Englisch schon kennen (Beispiel Cherry) so gutes drüber gelesen habe.
    Die Gestaltung von Ken Follets neuem Buch ist auch ganz toll. Schade, dass seine Bücher nicht so meins sind.

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    1. Danke Saaandy :)

      Bei mir ist es ja glücklicherweise schon im Regal <3 Hihi. Ich finde auch, dass Folletts Bücher toll aussehen und eigentlich ist es auch nicht so unbedingt meins, aber ich habe das Gefühl, ich sollte es mal austesten!

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    2. Ich weiß ich weiß. Jetzt bin ich wieder dran mit dem neidisch sein. :P
      Ja, teste mal Follet an. Sein Neues klingt ja auch nicht schlecht. Wäre bestimmt was für meine Mama, die Follet auch schon mal gerne liest. :)

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Manche Bücher müssen gekostet werden, manche verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz. [aus Tintenherz]

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