Rezension | Throne of Glass 03: Erbin des Feuers von Sarah J. Maas

8:42:00 PM

dtv | Taschenbuch | 656 Seiten | €11,95 | Heir of Fire | Kaufen?
Von den Salzminen Endoviers über das gläserne Schloss in Rifthold bis nach Wendlyn – ganz gleich, wohin Celaenas Weg führt, sie muss sich ihrer Vergangenheit stellen und dem Geheimnis ihrer Herkunft. Einem Geheimnis, das alles – ihre Gegenwart und ihre Zukunft – für immer verändern wird.

Wenn eine Jugendbuchreihe die Bezeichnung "episch" verdient hat, dann ist es wohl eindeutig "Throne of Glass". Beinahe unbemerkt entwickelt sich jeder Band zu einer absolut süchtig machenden Mischung, denn auch wenn man zwischendurch einmal Luft holen muss, kann man doch nicht anders, als sofort wieder in der Geschichte um Celaena, Chaol, Dorian und co. einzutauchen. So präsentiert sich auch der nun dritte Band "Erbin des Feuers" als unscheinbarer Nachfolger und wird bereits nach den ersten fünfzig Seiten auf eine unterschwellige Art und Weise nervenaufreibend spannend. Dabei scheint "Erbin des Feuers" vielmehr das große Luftholen vor dem Sturm zu sein, denn durch die verschiedenen Perspektiven, die dem Leser geboten werden, beginnt sich etwas zu entwickeln, dessen Sinn sich wohl erst im nächsten Band völlig klären wird.

"She was the heir of ash and fire and she would bow to no one."

"Erbin des Feuers" beantwortet einige Fragen, die sich um Celaenas Vergangenheit gedreht haben und arbeitet endlich ihre Geschichte auf, sodass sich Beweggründe und Entscheidung Celaenas, die in vorigen Teilen oft unbegründet erschienen, in einem völlig anderen Licht zeigen. Doch nicht nur Celaena spielt eine tragende Rolle - Sarah J. Maas lässt auch andere, auf den ersten Blick eher unwichtige, Figuren sprechen und gibt ihnen eine Geschichte. Da ist beispielsweise Manon, eine der Ironteeth Hexen, die ihr eigenes Herz entdeckt, Prinz Dorian und Sorscha, Rowan, und natürlich auch der böse Herrscher, über den auch in diesem Band viele neue Dinge herauskommen, die einmal mehr alles ändern. Und genau das ist es, was Throne of Glass zu vielseitig und komplex macht - die Geschichte funktioniert wie ein Uhrwerk und das ganze Konstrukt wird mit jedem Band deutlicher und logischer.

Dabei geht es in "Erbin des Feuers" die meiste Zeit eher ruhig zu - wie gesagt, es fühlt sich an wie die Ruhe vor dem Sturm und wirkt zeitweise wie eine Einleitung zu einem neuen Handlungsstrang, was absolut nicht negativ gemeint ist. Eher im Gegenteil: Maas lässt sich viel Zeit und gibt ihrer Geschichte den Raum, den sie braucht. Vor allen Dingen nach dem Lesen des Buches, wenn man die Geschichte noch einmal Revue passieren lässt, wirken die komplette Atmosphäre und die Geschehnisse nach und entfalten sich erst richtig. Letztlich bleibt mir da nur noch eines zu sagen: Ich warte sehnlichst auf den nächsten Band und bin gespannt, wie die Dinge sich weiterhin entwickeln.

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Manche Bücher müssen gekostet werden, manche verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz. [aus Tintenherz]

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