Ein Junge namens Weihnacht von Matt Haig

4:34:00 PM

Wie war das eigentlich, als der Weihnachtsmann noch ein Junge war? Er hieß Nikolas, wuchs in großer Armut mitten in Finnland in einer kleinen Holzhütte auf – und dies ist seine wahre Geschichte. Der elfjährige Nikolas begibt sich allein auf eine gefährliche Reise an den Nordpol, um seinen Vater zu finden. Er besteht haarsträubende Abenteuer, begegnet fliegenden Rentieren, einer Elfe, einem gewalttätigen Troll – und er stellt fest: Wichtel gibt es wirklich! In ihm reift ein Entschluss: Er will die Welt zu einem glücklicheren Ort machen. Wie er dieses Ziel erreicht und wie er dabei zum Weihnachtsmann wird – das verrät dieses Buch.    


Streicht das Wort "unmöglich" aus eurem Sprachgebrauch, schnappt euch ein Stück Lebkuchen und setzt eine rote Pudelmütze auf - genau dann seit ihr bereit für diese bezaubernde, kleine, große und ziemlich skurrile Weihnachtsgeschichte, die gerade durch ihre schrullig-schöne und manchmal sogar ein wenig düstere Art unvergesslich wird. Schriftsteller Matt Haig, der bereits mit Titeln wie "Ich und die Menschen" und "Ziemlich gute Gründe am Leben zu bleiben" brillieren konnte, beweist mit "Ein Junge namens Weihnacht" einmal mehr, dass das Leben schön und voller Wunder sein kann, ganz gleich, wie es beginnt. Man muss nur daran glauben und in der Unmöglichkeit eine Möglichkeit entdecken - und wenn das mal keine schöne Weihnachtsbotschaft ist?

Gemeinsam mit dem elfjährigen Nikolas, seiner Maus Miika (die Käse liebt, obwohl sie ihn noch nie gegessen hat!) und seinem Rentier Blitz macht der Leser sich auf eine Reise durch Schnee, Eis und Winter - auf der Suche nach Nikolas Vater. Dabei gilt es einige Stolpersteine zu überwinden, wie beispielsweise die wirklich fiese und gemeine Tante Carlotta, die eisige Kälte und den Hunger. Und dann sind da ja noch die Wichtel, die Nikolas Vater als liebe und gastfreundliche Kreaturen beschrieben hat. Doof nur, dass diese seit einem grausigen Ereignis ihre Regeln geändert haben! Mit viel Humor, Witz und Charme erzählt Matt Haig diese kleine Geschichte und schafft es dabei immer wieder, dass man gleichzeitig traurig ist und lächeln muss, dass man den Kopf über diverse Absurditäten schüttelt und gleichzeitig darüber kichern muss. 


Neben den schrulligen Wesen, die in der Geschichte eine Rolle spielen, wie beispielsweise die Wahrheitselfe Pixie, die es liebt anderen den Kopf wegzusprengen, einem grummeligen Troll oder fliegenden Rentieren, die allesamt trotz ihrer Merkwürdigkeiten doch alle irgendwie herzig sind, besticht das Buch mit den liebevollen Zeichnungen und der wunderschönen Aufmachung. Die Geschichte kann so von Kindern und Erwachsenen gleichermaßen gelesen werden, auch wenn der Plot zeitweise doch ein wenig düster ist. Die Kerngeschichte jedoch hat viele kleine wichtige Botschaften, die perfekt in dieses kleine Weihnachtsmärchen passen und dem Leser das Herz wärmen können. Dieses Buch nicht in sein Herz zu schließen scheint mir dann doch eine kleine Unmöglichkeit zu sein!

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Manche Bücher müssen gekostet werden, manche verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz. [aus Tintenherz]

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