Flop Five | Die absolut grausamsten Situationen beim Lesen

4:04:00 PM

Flop Five ist eine Kategorie auf meinem Blog, die ich jedes Mal aufs Neue wieder jämmerlich vernachlässige, obwohl sie mir doch eigentlich so gut gefällt und obwohl ich jedes Mal schwöre, sie endlich regelmäßiger zu veröffentlichen. Da aller guten Dinge drei sind, starte ich meinen dritten Versuch mit Flop Five und werde heute eure schlimmsten Lesealbträume auspacken, ha! Nehmt euch in acht, lest diesen Post auf gar keinen Fall im Dunkeln und haltet euch fest (und lest die fünf Punkte mit einem kleinen Augenzwinkern), denn hier sind die absolut grausamsten Situationen beim Lesen...


Vor dem Schlafengehen noch ein wenig im Bett lesen - definitiv eine der besten Kombinationen, wenn es ums Lesen geht. Aber das Bett hat lesetechnisch auch so seine Tücken, vor allen Dingen, wenn man gerade ein gebundenes (und am besten noch sehr dickes) Buch liest. Die richtige Position zu finden wird da schon einmal zum Hürdenlauf, die Arme werden schwer und das Blättern gestaltet sich auch schwieriger als gedacht. Im schlimmsten (bzw. besten) Fall ist das Buch dann auch noch so spannend, dass man nicht aufhören kann - und dann kann das Lesen eines Hardcovers im Bett schon einmal zu einem kleinen Workout werden. Zumindest bilde ich mir das ein.



Die Schwierigkeit zu lesen, während der Fernseher läuft oder der Freund mal wieder ein geräuschintensives Game zockt, ist überwindbar - vor allen Dingen, wenn das Buch fesselnd ist. Wesentlich schwieriger ist es da schon, wenn man pausenlos angequatscht wird, obwohl derjenige sieht, das man zu lesen versucht. Diverse Situationen habe ich bereits im Bus (es gibt da einen gewissen, mir unbekannten Herren, der es nicht lassen kann, mich ständig anzuquatschen, wenn ich lese und es ist nicht so, das er unbedingt spannende Dinge zu erzählen hat), aber auch in der Uni erlebt (zugegebenermaßen lese ich ganz gerne mal während Vorlesungen, bei denen Anwesenheitspflicht herrscht und die meisten ohnehin nur reden. Lesen wird einem da nicht ganz einfach gemacht!).


Auf den nächsten Seiten wird es passieren. Der Mörder, um dessen Identität man nun schon seit genau 247 Seiten rätselt, wird entlarvt und der zuständige Ermittler hat sich in eine ganz schön verzwickte Situation gebracht, aus der er unmöglich entfliehen kann. Die Spannung steigt, das Leserherz rast und dann... "Akku erschöpft. Bitte laden." WAS? JETZT? WARUM? Und warum ist das nächste Aufladegerät ungefähr zwei Fahrtstunden entfernt - und überhaupt? Lesetechnisch bin ich normalerweise auf alle Eventualitäten vorbereitet und ohne Buch oder Reader gehe ich wirklich nie aus dem Haus, doch ab und an komme ich dann doch in solche misslichen Situationen...



Eventuell merkt man es - das Lesen von unterwegs beschäftigt mich aufs Schwerste. Das liegt tatsächlich daran, dass ich viel in Bussen und Zügen lese und dort auch mitunter am besten Lesen kann (wenn mich nicht gerade etwaige Leute anquatschen oder der Reader seinen Geist aufgibt, man kennt das ja). Eine weitere Situation, die nicht selten vorkommt, ist diese: Ich muss aussteigen, obwohl es gerade sehr, sehr spannend ist. Am besten noch mitten im Kapitel. Ich gebe zu: oft lese ich dann einfach im Gehen weiter. Was sein muss, muss sein!


Okay, okay, ich weiß schon. Das ist wirklich ein "erste-Welt-Problem", aber es ist durchaus ein ernstzunehmendes Problem, das man nicht ignorieren kann - im wahrsten Sinne des Wortes. Meistens schweigt mein Smartphone den ganzen Tag unerbittlich, vor allen Dingen dann, wenn ich nichts zu tun habe und mir wünschen würde, dass mich jemand anschreibt. Wenn ich mich dann entschließe, es mir mit Tee und Kuscheldecke gemütlich zu machen, fängt es an: das beharrliche Vibrieren eines Smartphones, das beachtet werden will. Plötzlich geht es los: Facebookkommentare, Twittermeldungen, Newsletter oder Freunde. Die riechen das doch, oder?

Das waren meine fünf grausamsten Situationen beim Lesen - schaurig, oder? Da muss man erstmal nachschauen, ob der Reader noch aufgeladen ist und das Smartphone auf lautlos stellen! Gerne könnt ihr eure Flop Five auch auf euren Blogs posten (gerne auch das Headerbild benutzen) und eure fünf grausamsten Situationen beim Lesen vorstellen - ich wäre jedenfalls sehr neugierig, was ihr schon für schlimme Lesesituationen erlebt habt!

Schon gelesen?

8 Wortmalerei(en)

  1. Ha ha, das mit den schweren Armen beim Lesen kenne ich nur zu gut. Ich habs tatsächlich schon einmal geschafft, kurz dabei einzunicken und mir das Buch ins Gesicht fallen zu lassen :D. Mir gefällt die Kategorie übrigens sehr gut, ich würde mich auf jeden Fall über mehr solcher Beiträge freuen ;).

    Liebe Grüße,
    Cora :)

    ReplyDelete
    Replies
    1. Auch wenn es wehtut: es muss so lustig aussehen, wenn man das beobachtet :D Mir passiert das öfter mal mit meinem Handy - und das ist ja schon schmerzhaft!

      Danke dir - ich werde meinen inneren Schweinehund besiegen, der es hasst, wenn man etwas regelmäßig machen muss und Flop Five nicht aufgeben :) Mir macht die Kategorie auch einfach zu viel Spaß!

      Ganz liebe Grüße,
      Marie

      Delete
  2. Schrecklich, ich hab totale Gänsehaut, brr.
    Den leeren Akku mitten im Buch hatte ich glücklicherweise noch nie, weil ich so unregelmäßig ebooks lese, dass der Akku traditionsgemäß immer leer ist, wenn ich gerade eins anfangen möchte und dann dafür zumindest das ganze Buch über hält. Viele beschweren sich ja über Zugfahrten, aber ich mag sie echt gerne, weil ich da auch immer lese und da finde ich es auch manchmal schlimm, die Haltestelle zu erreichen. Zwar nehme ich mir dann immer vor, einfach direkt weiterzulesen, wenn ich zu Hause bin, aber da gibt es dann doch immer plötzlich 27 andere Dinge, die gemacht werden wollen und funktioniert hat mein Plan noch nie.

    Ich hoffe, du schaffst es, die Kategorie diesmal beizubehalten. Der Beitrag hat mir sehr gefallen :)
    Liebe Grüße!

    ReplyDelete
    Replies
    1. Ja, nicht wahr? Ich hoffe, du kannst heute Nacht schlafen :/

      Dann hast du immerhin keine bösen Überraschungen beim Lesen, wenn der Reader vor dem Lesen ausgeht :D Ich bin prinzipiell auch ein Fan vom Zugfahren - aber wirklich nur, wegen dem Lesen. Und ich weiß genau, was du meinst, ich bin auch eher der Außerhalbleser und finde es schwer, zu Hause zu lesen (im Bett geht es aber).

      Ich gebe mir Mühe, danke dir auf jeden Fall für deinen Kommentar :)
      Viele liebe Grüße,
      Marie

      Delete
    2. Das stimmt, überraschend ist es dann nicht. Nur blöd, wenn man ein Buch anfangen möchte und es einfach nicht geht.
      Gerade im Bett kann ich überhaupt nicht lesen. Genau wegen dem Problem, was du ansprichst: es gibt einfach keine bequeme Position, wie man im liegen ein Buch halten kann :D

      Delete
    3. Das ist wohl wahr :D

      Im Bett versuche ich immer mit dem eReader zu lesen, dann klappt es ganz gut. Hardcover sind aber wirklich unschön!

      Delete
  3. Hallöchen,
    das diesmalige Thema vom Flop Five finde ich super! Und ich kann viele Situationen nur zu gut nachvollziehen.

    Zum Beispiel das Lesen eines Hardcovers im Bett. Ich lese gerade eines ... ein ziemlicher Schinken dazu. Und ich erwische mich dabei, wie ich alle 5 Minuten meine Position wechsle, weil mir der Arm beinahe abfällt.
    Vielleicht sollte man ein Workout erstellen, das den Hardcover-Haltemuskel trainiert.

    Mir fällt es ja schon schwer bei laufendem Fernseher zu lesen. Aber angequatscht zu werden ist da wirklich der pure Horror. Ich habe das so eine Kollegin, die sich in der Pause gerne unterhält (ist ja nicht so als würden wir alle den ganzen Tag nichts anderes mit den Kunden tun) und der es vollkommen egal ist, ob man gerade ein Buch lesen möchte oder nicht.
    Kleiner Tipp: Ignorieren hilft! Ist im ersten Moment vielleicht unhöflich, bringt aber Lesezeit ohne Störfaktor ;)

    Das mit dem Akku ist mir tatsächlich noch nie passiert. Die tolinos halten ja auch wirklich lange und machen schon bei nur noch 20% Akku eine Meldung, obwohl er da immer noch gefühlte Jahrhunderte hält. Da lade ich dann aber immer direkt auf, weil ich zu paranoid bin und Angst habe, auf dem Arbeitsweg nichts zu lesen zu haben.

    Im gehen lesen kann ich zwar nicht. Aber dafür kann ich fast meine Haltestelle verpassen. Das passiert mir nämlich regelmäßig. Zum Glück bin ich noch nicht versehentlich weitergefahren. Aber ich bin mir fast sicher, dass dieser Tag kommen wird.

    Ich habe tatsächlich keine weiteren Flops hinzuzufügen. Zumindest fallen mir gerade keine ein. Oh doch!

    DIE KATZE!
    Immer wenn man lesen will, möchte sie kuscheln. Und da passt es ihr natürlich gar nicht, dass du deine Aufmerksamkeit einem Bündel Papier schenkst, anstatt ihr. Die Lösung? Einfach aufs Buch legen.

    Liebste Grüße
    Kate ♥

    ReplyDelete
  4. Ich lese viel an der Bushaltestelle und wenn es regnet, habe ich ein Problem: Regenschirm in der einen Hand und Buch in der anderen - wie blättere ich dann um? Kapuze auf, um Hände frei zu haben? Das Buch wird nass. Unterstellen? zu voll oder Raucher stehen im Wartehäuschen. Auch sehr schön ist es, wenn es stürmt. Zwar habe ich auch einen Kindle, aber ich lese momentan viel lieber gedruckte Bücher (momentan den 5. Band von Outlander, ein ganz dicker Schinken. Sehr praktisch zum Transportieren in der Handtasche. nicht. ��)

    ReplyDelete

Lasst mir eure Wortmalereien hier!

Powered by Blogger.

Die Wortmalerin

My photo
Manche Bücher müssen gekostet werden, manche verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz. [aus Tintenherz]

Leser

Momentaufnahmen