Fayra - Das Herz der Phönixtochter von Nina Blazon

5:43:00 PM

Die 12-jährige Anna-Fee hat mit ihren Eltern vor Kurzem eine schicke Wohnung in einem alten Herrenhaus bezogen. Im verwunschenen Garten des Anwesens begegnet sie nach einer Sturmnacht einem rätselhaften Mädchen. Fayra wurde von einem durchtriebenen Jäger aus einer Parallelwelt hierher gelockt, denn als Tochter eines von Phönixdrachen abstammenden Königs besitzt sie begehrte magische Kräfte. In einem Wettlauf gegen die Zeit suchen die Mädchen nach einem Feuertor, das Fayra wieder nach Hause und in Sicherheit bringt …

FREUNDSCHAFT, MUT UND VERTRAUEN - IN EINEM SPANNENDEN FANTASYSETTING

Wenn es um Nina Blazon geht, greife ich völlig selbstverständlich auch zu ihren Kinderbüchern - und bin jedes Mal wieder überrascht, wie sehr sie es schafft, mich mitzureißen. Da spielt es keine Rolle, ob die Protagonistin erst zwölf Jahre alt und der Stil merklich für eine jüngere Zielgruppe gedacht ist. Die Geschichten sind dennoch vielschichtig, spannend, ja, teils sogar unheimlich und vermitteln gleichzeitig Werte, die für ein Publikum ab 10 Jahren aufwärts ansprechend sind (und über die auch ich immer noch gerne lese). "Fayra - Das Herz der Phönixtocher" reiht sich dementsprechend in die wundervollen Kinderbücher der Autorin ein, auch wenn ich andere ihrer Bücher deutlich besser fand. Das ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass "Fayra" eine wunderschöne Geschichte mit spannenden Fantasyelementen ist, die Werte wie Freundschaft, Mut und Vertrauen großschreibt und mich immer wieder zu faszinieren wusste.

Nina Blazon schafft einmal mehr ihre eigene Welt, die sie geschickt mit der realen Welt verwebt, und bedient nicht die gängigen Fantasyklischees. Stattdessen führt sie den Leser immer wieder an der Nase herum, lockt ihn auf eine falsche Fährte und überrascht ihn ein ums andere Mal. So erlebt man dieses spannende Setting in dem alten Herrenhaus immer neu, entdeckt neue Verbindungen und Wege und erkundet gemeinsam mit Protagonistin Anna-Fee (kurz Fee) das Rätsel um Fayra, das Löwenhaus und das, was alles zusammenhält. Hier und da gab es einige kleinere Längen, die jedoch schnell überwunden waren und durch neue Entdeckungen fix in Vergessenheit geraten. Hinzu kommt Blazons wundervoller Erzählstil, der hier zwar wie bereits erwähnt, merklich an eine jüngere Zielgruppe angepasst ist, jedoch trotzdem nie platt oder kindlich wirkt. So schafft sie eine dichte Atmosphäre, die bis in den kleinsten Winkel der Geschichte dringt und den Leser wie ein Mantel umhüllt.

FÜR GROßE UND KLEINE LESER

Protagonistin Fee ist zu Beginn der Geschichte ein kleiner Hasenfuß, zumindest ist das ihre eigene Meinung über sich. Dass Mut viele Facetten hat und sie ihren eigenen durchaus auch findet, lernt sie im Laufe der Geschichte und wird so schnell zu einer kleinen großen Heldin, die durchweg sympathisch ist. Die Geschichte zeichnet sich vor allen Dingen durch Freundschaft aus und so spielen die Verbindungen der Figuren untereinander eine große Rolle und entwickeln sich im Laufe des Buches rührend. Doch auch Spannung und phantastische Elemente kommen nicht zu kurz und runden die Geschichte perfekt ab - da kann es zwischendurch auch mal ein wenig unheimlich, und vor allen Dingen spannend werden, denn Fee und ihre Freunde geraten immer wieder in brenzlige Situationen. Bis zum Ende ist der Plot undurchsichtig und spannend und bietet gerade für jüngere Leser einiges an Identifikationspotenzial - doch auch ältere Leser sollten sich nicht von der Altersempfehlung des Verlages abschrecken lassen!

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2 Wortmalerei(en)

  1. Hey :)
    Ah, das hört sich wieder super an! Mit "Silfur" hat mich die Autorin total begeistern können, und das Buch ist naürlich wieder auf meiner Leseliste, gerade wo du so begeistert bist :)

    LG <3
    Anna

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  2. In das Cover war ich direkt verliebt. Das Genre hingegen spricht mich nicht so an. Umso schöner, dass es dich so begeistern konnte.

    Neri, Leselaunen

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Manche Bücher müssen gekostet werden, manche verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz. [aus Tintenherz]