Legimi - DAS Abomodell für eBooks?

8:00:00 AM

*Werbung (Für die Vorstellung der App habe ich den Reader, sowie ein zweimonatiges Legimi-Abo kostenlos erhalten)

In der Filme- und Serienwelt sind Abomodelle längst keine Seltenheit mehr. Im Gegenteil: Firmen wie Netflix, Sky und co. bestimmen und prägen den Markt. Auch für eBooks scheint diese Art Konzept aufzugehen, denn neben Skoobe bietet nun auch Legimi ein interessantes Abomodell für eBooks (und Hörbücher) an, das dem altbekannten Modell einige interessante Möglichkeiten hinzufügt. In freundlicher Zusammenarbeit mit Literaturtest und Legimi durfte ich die App testen und ausprobieren und habe einige spannende Eindrücke gewonnen, die ich gerne mit euch teilen möchte. Vorab sei gesagt, dass ich mit solchen Abomodellen für eBooks bisher noch keine Erfahrungen gemacht habe. 


Legimi kommt in einem sehr schlichten Design daher, dessen einziger Farbtupfer das dunkle Grün des Logos ist. Die Optik der Webseite hat mich zunächst nicht so sehr angesprochen, da ich das Layout als relativ altmodisch und "voll" empfinde - man weiß erst einmal nicht so genau, wo man anfangen soll. Das setzt sich leider auch in der Handhabung der Seite fort, denn es hat seine Zeit gedauert bis ich genau wusste, wo ich was finden kann und wie ich es am schnellsten finde. Mir fehlt da schlichtweg ein wenig Übersichtlichkeit - möchte man beispielsweise auf der Webseite nach Jugendbüchern suchen, die im Abo enthalten sind, werden nur einige wenige angezeigt und es fehlt die Möglichkeit, sich dort richtig durchklicken zu können. Statt einer gut durchdachten Übersicht gibt es am Ende der Seite einen riesigen Wulst an Büchern, der in unterschiedlichen Formaten lädt und einfach nicht schön aussieht.

Die Optik und Übersichtlichkeit ist in der App schon deutlich einfacher und viel besser gelöst. Generell gefällt mir die App um einiges besser als der Webauftritt, was einfach daran liegt, dass alles viel kompakter. aufgeräumter und übersichtlicher gestaltet ist. Die Wege sind logisch und verständlich, sodass man schnell das findet, was man sucht. Es gibt die Möglichkeit, in den jeweiligen Kategorien und Genres zu stöbern und die Gestaltung wirkt cleaner und moderner, was mir persönlich bei Apps immer sehr wichtig ist. Unten finden sich vier Hauptbuttons - Mein Legimi (hier kann man sich seine Lesestatistik ansehen), Katalog (hier kann man nach neuen und im Abo enthaltenen Büchern suchen), Regale (hier findet man natürlich seine heruntergeladenen Bücher) und Notizen (hier kann man seine Notizen und Zitate verwalten). Die App lädt und reagiert schnell und hatte bei mir bisher noch keine Fehler, Freezes oder Macken.


Legimi bietet vier unterschiedliche Abomöglichkeiten an, die sich vor allen Dingen in der Anzahl der Seiten und der gleichzeitig nutzbaren Geräte unterscheidet. Mit dem günstigsten Abo, das bei €4,99 liegt, kann man im Monat gerade einmal 150 Seiten lesen. Das stuft sich in den Folgemodellen dann weiter auf 500 und 750 Seiten hoch. Das vierte Modell ist ohne Limit, man kann also so viel lesen, wie man will. Der Grundgedanke ist hier sicherlich interessant, allerdings kann ich mir kaum vorstellen, dass sich das günstigste Abomodell wirklich lohnt - für Vielleser wohl in jedem Fall uninteressant und ob sich Menschen, die wenig lesen überhaupt für solch ein Abo interessieren, bleibt fraglich.. In meinen Augen lohnt sich preislich tatsächlich das Modell ohne Limit (das liegt bei knapp 16€ ohne Vertrag, mit Vertrag 13,99€) am meisten, die anderen würde ich tatsächlich nur Menschen empfehlen, die nicht so viel lesen. Ungelesene Seiten (also, wenn man beispielsweise statt 150 nur 80 gelesen hat) kann man allerdings mit den in den Folgemonat nehmen.

Besonders spannend: Legimi bietet auch ein Abomodell an, in dem ein eReader enthalten ist. Man erhält hierbei das unlimitierte Abo und kann aus drei Readern (InkBOOK Classic 2, InkBOOK Prime und PocketBook Touch Lux 3) wählen. Je nachdem ob man das Abo für 24, 12 oder 6 Monate wählt, variiert hierbei der Preis. Da die Reader alle ein offenes System haben, lässt sich die Legimi App ganz einfach auf ihnen installieren und benutzen, was ich persönlich mehr als praktisch finde, da ich ungern auf dem Smartphone lese. Den InkBOOK Prime habe ich freundlicherweise kostenlos von Legimi erhalten, daher werde ich auch auf den Reader später noch einmal kurz eingehen.


Zudem bietet Legimi noch ein Gutscheinprogramm an, welches für eBooks und Hörbüchern in der Legimi App, die nicht im Abo enthalten sind, genutzt werden kann. Je nach Abomodell erhält man im Monat Gutscheinpunkte bis zu 6€, die man dann für eBooks einlösen kann.


Da die App unkompliziert und benutzerfreundlich ist und schnell reagiert, ist das Lesegefühl angenehm und verläuft ohne nennenswerte Probleme. Anfangs lädt das jeweilige Buch ein bisschen länger, im Lesefluss funktioniert das Blättern aber reibungslos und schnell. Bei manchen Büchern kann man sogar auch auf die Hörbuchvariante wechseln, dies ist aber nur auf dem Smartphone oder Tablet möglich. Das funktioniert zwar nur bei einigen wenigen, aber die Idee finde ich schön und nützlich.


Der sicherlich interessanteste Punkt ist wohl die Auswahl der Bücher, die im Abo enthalten sind. Hier ist die App definitiv noch ausbaufähig, auch wenn es einige interessante Titel gibt. Hier muss man tatsächlich ein bisschen stöbern und klicken, dann findet man auch neuere und aktuellere Titel. Im Jugendbuchbereich findet man beispielsweise viele Bücher aus dem Oetinger Verlag und dem Arena Verlag, ansonsten ist die Auswahl an bekannteren Büchern eher karg. Daneben finden sich allerdings allerhand Bücher jeglichen Genres. Ich habe in jedem Fall ein ganzes Regal mit Büchern füllen können, die ich gerne lesen möchte und bin mir auch sehr sicher, dass sich bei der Auswahl noch einiges entwickeln wird. 

Zudem besteht immer die Möglichkeit, Titel, die nicht im Abo enthalten sind (beispielsweise ganz Neue), bei Legimi zu kaufen (hier lohnt sich dann das oben beschriebene Gutscheinprogramm!).


Der InkBOOK Prime ist mit knapp 140€ der teuerste Reader, den man im Abo erhalten kann, allerdings bekommt man den Reader wie bereits erwähnt je nach Abomodell viel günstiger. Ich muss sagen, dass ich von dem Reader mehr als positiv überrascht bin. Neben bewährten und altbekannten Marken macht sich der Reader extrem gut und überzeugt vor allen Dingen durch das offene Androidsystem, durch welches man Apps aller Art nutzen kann (eben auch Legimi). Das macht vieles praktischer und vor allen Dingen ist man ungebunden, was mir gut gefällt. Ansonsten ist der Reader optisch sehr schön, handlich und kommt mit Hintergrundlicht und verstellbaren Textbausteinen daher. Als Kobo- und Tolinofan lese ich extrem gerne auf dem InkBOOK Prime, was ich tatsächlich so nicht erwartet hätte. Einziges Manko: das Schriftbild zeigt sich hier und da etwas unscharf, doch das fällt prinzipiell nicht so sehr auf.



... lässt sich sagen, dass Legimi eine schöne Alternative zu bereits bekannten eBook-Abomodellen ist und gerade durch die Abomöglichkeit mit Reader besonders spannend ist. Zwar gibt es hier und da Luft nach oben und die Titelauswahl ist, was bekanntere Titel angeht, eher mager, insgesamt finden sich jedoch allerhand lesenswerte Titel. Die App präsentiert sich als optisch ansprechende und benutzerfreundliche Angelegenheit, die zum Stöbern und Schmökern einlädt und durch Gimmicks wie Lesestatistiken einiges an Potenzial bietet. Lohnenswert ist vor allen Dingen das Abomodell ohne Limit, wobei ich das Abo an sich (vor allen Dingen ohne Vertrag) etwas zu teuer finde. Wäre das ganze etwas günstiger, könnte ich mir tatsächlich vorstellen, Legimi zu abonnieren.

WAS MEINT IHR? WÄRE SO EIN EBOOK-ABO ETWAS FÜR EUCH? WAS BRAUCHT EINE SOLCHE APP, DAMIT SIE FÜR EUCH INTERESSANT WIRD?

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1 Wortmalerei(en)

  1. Danke für den Bericht, das sagte mir bisher noch gar nichts.
    Das Konzept finde ich auch wirklich interessant, aber hier ist mir der Preis leider wirklich zu hoch, das würde sich für mich nicht lohnen. Und die limitierten Abo-Möglichkeiten erscheinen mir etwas sinnlos, denn wer abonniert sowas, wenn er nur 150 Seiten im Monat lesen möchte? Für den Preis bekommt man ohnehin schon fast das ganze Buch, daher lohnt sich das überhaupt nicht. Wirklich schade.
    Die Option, darüber den Reader günstiger zu erhalten, finde ich aber cool.

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Manche Bücher müssen gekostet werden, manche verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz. [aus Tintenherz]