Rezension: Engelsnacht von Lauren Kate

3:50:00 PM


Autor: Lauren Kate
Titel: Engelsnacht
Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: cbt (9. August 2010) 
ISBN-10: 3570160637 
ISBN-13: 978-3570160633
Preis: 17,99 €
Originaltitel: Fallen
Genre: Urban Fantasy
Themen: Engel; Tod; Unendlichkeit
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Inhalt:
Lucinda Price, auch Luce genannt, kann seit ihrer Geburt merkwürdige Schatten sehen. Sie kommen manchmal und wirken bedrohlich, doch nie ist etwas schlimmes geschehen, bis sie eines Tages dafür sorgen, dass Luce Freund Trevor stirbt. Da ihr niemand glaubt, wird sie auf eine Besserungsschule, die "Swords & Cross" geschickt. Am Tag ihrer Ankunft lernt sie direkt die seltsamen Jugendlichen kennen und mehr und mehr merkt sie, dass alle hier von der Außenwelt völlig abgeschottet sind. Außerdem lernt sie den charmanten Cam kennen, der sie von Anfang an umgarnt, und auch Daniel, der jedoch im Gegensatz zu Cam sehr abweisend ist und nichts mit Luce zu tun haben will. Völlig fasziniert von Daniel, versucht sie ihn besser kennenzulernen und deckt dabei ungeahnte Geheimnisse auf.

Schreibstil:
Direkt vom ersten Satz an war ich absolut gelangweilt von der Art, wie Lauren Kate schreibt. Nicht genug, dass er farb- und bildlos ist, er ist auch noch langatmig und manche Passagen habe ich nur überblättern können, weil es mich schlichtweg nicht interessiert hat. Über Seiten beschreibt Lauren Kate die Schule, den Unterricht und weitere belanglose Situationen, die weder Spannung, noch Interesse aufbauen können. Wer einen besonderen, schönen und außergewöhnlichen Schreibstil sucht, wird ihn in Engelsnacht auf keinen Fall finden. Für meinen Geschmack schafft die Autorin es einfach nicht, Bilder zu erschaffen, die dem Leser nachhaltig im Kopf bleiben und ihre Art zu schreiben hat für mich keinen Wiedererkennungswert.

Meinung:
Ich bin wirklich sehr lange um "Engelsnacht" herum geschlichen und bin mir nicht mal genau sicher weswegen. Abgeschreckt hat mich vorallen Dingen der Klappentext, der sich so angehört hat, als würde er eigentlich schon alles über dieses Buch sagen und leider ist dem auch so. Ich würde empfehlen ihn nicht zu lesen, wenn man noch irgendeine Spannung erfahren möchte, die leider nicht aufgebaut werden kann, wenn man Titel und Klappentext schon gelesen hat. Leider war es richtig dieses Buch vorerst nicht zu kaufen, denn jetzt wo ich es gelesen habe, verstehe ich nicht, was an diesem schön, spannend oder aufregend sein soll. Ich habe derart viele positive Meinungen gehört und mich anfixen lassen, dass ich es im Nachhinein wirklich bereut habe. Allein die Tatsache, dass P.C. Casts Zitat auf dem Buchdeckel prangt, deren Bücher mich bis heute rein gar nicht reizen, hätte mich davon abhalten sollen, dieses Buch zu kaufen.

Die grundsätzliche Idee von Engelsnacht finde ich wirklich interessant und anders. Das Buch hat ja sozusagen den Engelswahn eingeleitet und kam daher thematisch auch völlig neu und unberührt daher. Allerdings hätte man um einiges mehr daraus machen können. Das Buch ist eher düster aufgebaut, was schon Cover und Titel verraten, denn ebenso düster, wie das Mädchen auf dem Bild, ist auch die Geschichte und die Atmosphäre, die in Engelsnacht vorherrscht. Im Grunde finde ich das auch nicht schlimm, aber hier gab es wirklich nichts, was von dieser geheimnisvollen Stimmung abgelenkt hätte. Interessant ist das Buch die ersten 200 Seiten auch wirklich rein gar nicht, denn alles was geschieht, ist sehr vorhersehbar und langatmig. Ich habe mich förmlich durchgequält, wollte dem Buch eine Chance geben und habe lange daran geknabbert, sogar einige Passagen völlig übersprungen. Spannung kam letztlich zwar auf, jedoch wirkte es ungemein gezwungen, als müsste endlich mal etwas geschehen, nachdem so lange nur beschrieben wurde. Selbst als das Buch halbwegs spannend wurde, gab es noch Szenen, die einfach absolut unglaubwürdig und wie gewollt, aber nicht gekonnt wirkten.

Auch die Charakter waren farblos und teils wirklich uninteressant. Lucinda war mir weder sympathisch, noch habe ich sie nicht gemocht. Ich kam gar nicht dazu, eine wirkliche Bindung zu ihr einzugehen, da sie einfach uninteressant für mich war. Daniel hingegen mochte ich schon von der ersten Begegnung nicht. Er kam mir vor wie Edward in noch ein wenig düsterer, der Luce ignoriert hat, obwohl man als Leser genau weiß, dass sich zwischen den beiden etwas anbahnen wird und leider weiß man auch, was und wer Daniel ist. Alles nur wegen dem Klappentext, der bereits alles über die Geschichte erzählt. Der einzig interessante Charakter, Cam, kam viel zu selten vor und ich hätte mir wirklich mehr Szenen mit ihm gewünscht.

Es gab durchaus schöne und romantische Stellen, doch leider hat diese bestimmte Magie gefehlt, die man ja zwischen manchen Buchcharas spürt, diese knisternde Spannung war für mich gänzlich nicht vorhanden, sodass solche Szenen mein Interesse an dem Buch leider nicht aufrechterhalten konnten. Auch das Ende ist unbefriedigend und viel zu offen, was natürlich darauf hinweist, dass weitere Teile folgen werden - Diese werde ich mir allerdings sicherlich nicht kaufen, denn ich habe wirklich keine Motivation zu erfahren, wie es mit den beiden weitergeht.


Zu der Reihe
Das Ganze soll ein Vierteiler werden. Hier die englischen Cover, wobei bei dem letzte Teil "Rapture" das Cover noch nicht bekannt ist:

Der zweite Teil wird auf Deutsch "Engelsmorgen" heißen und vorraussichtlich im August 2011 erscheinen.

Zum Autor

[Quelle: *klick*]

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