Flop Five | Die nervigsten Stereotypen

9:27:00 PM


Es ist schon eine Zeit her, seit mein erster "Flop Five" online ging - viel zu lange. Und es blieb auch bei dem einen, denn irgendwie habe ich die Kategorie dann ein wenig aus den Augen verloren. Jetzt möchte ich sie gerne wiederbeleben und einmal im Monat ein wenig Hass in der Buchszene verteilen - und zwar indem ich euch je fünf Dinge nenne, die buchtechnisch nerven, doof oder unästhetisch sind und einfach keinen Spaß machen.


Wir kennen das doch alle: wir beginnen ein Buch und schon auf den ersten Seiten sind sie da. Sie sind überall, schrecklich nervig und immer gleich. Die Stereotypen. Gerne - wie mir scheint zu gerne - bedienen sich Autoren bereits hundertfach genauso gezeichneter Figuren und ändern nur hier und da ein paar kleine Details. Und dann haben wir hundert beinahe identische Bellas, Katnisses und Jace Waylands - und seien wir doch mal ehrlich: Wirklich lesen kann man diese stereotypischen Figuren nicht mehr, oder? Genau deswegen stelle ich euch heute meine Flop Five der nervigsten Stereotypen in Büchern vor...


Sie ist das Jeans-und-T-Shirt-Mädchen mit dem man Pferde stehlen kann und das sich selbst als normal und durchschnittlich bezeichnet, obwohl sie genau das nicht ist (zumindest laut ihrer Mitmenschen). Das Mädchen von Nebenan mag prinzipiell keine anderen Mädchen - vor allen Dingen nicht, wenn sie hübsch und selbstbewusst sind, die sind schließlich alle oberflächlich.

Er ist verliebt. Und das ist eigentlich auch schon alles, was den Softie ausmacht, denn ganz ehrlich? Mehr gibt es über ihn kaum zu sagen - außer, dass er gerne liest, Gitarre spielt und manchmal weint, wenn er alleine ist. Seine Angebetete ist meistens selbstbewusst und eigentlich unerreichbar für ihn.


Sie wächst in einem totalitären Regime auf und hat eigentlich keine wirklich wichtige Position - im Gegenteil, eher gehört sie zu der Armenschicht, schafft es aber dann durch Zufall irgendwie aufzusteigen bzw. zum Symbol einer Revolution zu werden, obwohl sie selbst eigentlich gar nichts dazu beiträgt. Meistens ist sie sogar eher hilflos und schafft die meisten Dinge nur durch andere Figuren.


Er ist düster und geheimnisvoll und er ist ein Arschloch. Er ist die Stadtmatratze und nimmt alles, was nicht bei drei auf dem Baum ist - jede verliebt sich in ihn, aber natürlich weist er sie alle ab. Bis sie kommt, die Eine, und ihn zähmt. Dann stellt sich plötzlich heraus, dass er in der Vergangenheit etwas sehr schlimmes erlebt hat (vorzugsweise irgendetwas sexuelles) und eigentlich ein ganz lieber Typ ist, der Literatur liebt. Meistens ist er reich.


Jeder liebt sie. Jeder findet sie wunderschön. Jeder will sie. Everybodys Darling könnte man auch Mary Sue nennen, denn sie ist perfekt in allem, was sie tut, und jeder Mann würde sein Leben für sie geben. Meistens steht sie zwischen mehreren Typen und kann sich nicht entscheiden, schwimmt aber im Selbstmitleid und tut so, als wären ihre Probleme weltbewegend und furchtbar grausam.


Sie ist Anfang zwanzig und Jungfrau - ihr eigener Körper ist ihr ein Rätsel, ebenso wie Dinge wie Selbstbefriedigung (hat sie noch nie gemacht) und Verhütung. Sie ist unschuldig, liebt Bücher und Hunde und sie ist völlig selbstlos. Wird meistens von einem Bad Boy entjungfert und hat schon multiple Orgasmen, wenn er nur ihren Arm berührt. Die reine Jungfrau wird im Laufe des Buches meistens zu einer sexhungrigen Person - und in vielen Fällen ungewollt schwanger. Oftmals hat die reine Jungfrau Züge von Everybodys Darling.


Wie sieht eure Flop Five der nervigsten Stereotypen aus?

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