Silfur - Die Nacht der silbernen Augen von Nina Blazon

10:00:00 AM


Sommerferien in Island, einem Land, in dem die Menschen sich am Lagerfeuer Geschichten über Elfenwesen und Wiedergänger erzählen. Doch handelt es sich dabei wirklich nur um Geschichten? Die Brüder Fabio und Tom sind sich da zunehmend unsicher. Gemeinsam mit Elín, dem wilden isländischen Mädchen, das ihnen nicht nur die Hauptstadt Reykjavík zeigt, sondern sie auch mit zu einem Reiterhof in der Nähe der berühmten Hraunfossar-Wasserfälle nimmt, stoßen sie auf eine geheimnisvolle Welt im Verborgenen …



Wenn es ein Autor schafft, dass ich bei einem Kinderbuch verzückt ins Schwärmen gerate, dann ist es eindeutig Nina Blazon. Gekonnt vermischt sie in "Silfur: Die Nacht der silbernen Tränen" Modernes mit der isländischen Sagenwelt und fasziniert mit einer spannenden Geschichte und cleveren Plottwists, die man (wie immer bei Nina Blazon) nicht erwartet hätte. Wobei - eigentlich erwartet man sie schon, man sucht geradezu nach ihnen und dennoch kommt man ihnen nicht auf die Schliche. Wie Nina Blazon das macht, weiß ich nicht - was ich aber weiß, ist, dass die Geschichte rund um Fabio und Island eine ganz besondere ist, die die komplette Brandbeite an Emotionen und Reaktionen im Leser wachzurufen weiß und so eindeutig nicht nur eine Lektüre für Kinder ist.


FASZINATION ISLAND

Mit dem Szenario Islands und der dazugehörigen Sagenwelt trifft Nina Blazon allerdings auch einen Nerv - Reykjavík ist allein schon vom Hörensagen ein magischer Ort, an dem alles möglich zu sein scheint. In genau diesem nordischen Setting erzählt Nina Blazon stimmungsvoll eine Geschichte über Selbstfindung, Familie, Freundschaft und Verlust und bettet diese Themen einfühlsam und geschickt zwischen Elfen und Magie ein. Von Anfang bis zum Ende liest man diese Geschichte nicht nur - man erlebt sie. Man bestaunt die hübschen und bunten Häuser, hört das Kreischen der Möwen und spürt diese ganz besondere Atmosphäre Islands in jedem Winkel des Buches.


EINE PALETTE AN FACETTEN

Neben dem faszinierenden Setting und der dichten Atmosphäre hat Silfur: Die Nacht der silbernen Augen allerdings noch einiges mehr zu bieten. Starke Figuren beispielsweise, die sich entwickeln, kennenlernen und die Welt aus einer neuen Perspektive erkunden. Zwischen Schwarz und Weiß existieren unzählige Facetten, auf die man stolz sein kann und genau diese findet man in jedem Wort der Geschichte - eine wichtige Botschaft, die Nina Blazon mit viel Sensibilität zu übermitteln versteht. Was ebenfalls einen wichtigen Fakor der Geschichte ausmacht, ist die Warmherzigkeit, die dafür sorgt, dass man jede Figur nach Beendigung des Buches tatsächlich vermisst und eigentlich nur eines will: die Orte aus dem Buch tatsächlich erkunden, am liebsten gemeinsam mit Fabio, Tom und Elín.

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