Rückblicksmalerei im Mai 2016

9:07:00 PM


Ich weiß, ich weiß, jeder Monatsrückblick beginnt so, aber, Freunde, wo ist die Zeit geblieben? Fast ein halbes Jahr ist inzwischen rum und ich habe das Gefühl, kaum hinterherzukommen. Ich fühle mich, als würde ich voll und ganz untrainiert einen Marathon mitlaufen und die Zeit hat mich schon lange abgehängt. Trotzdem war der Mai der leseintensivste Monat des Jahres bisher. Ich muss zugeben, dass ich seit Ende letzten Jahres in einer kleinen Flaute gesteckt habe, die ich nur schwer abschütteln konnte, jetzt scheint es aber gelungen. Und nicht genug: ich habe durchweg gute Bücher gelesen. Welche das waren? Das erfahrt ihr jetzt!


Begonnen hat der Monat mit einer meiner liebsten Autorinnen: Nina Blazon. Ihr neuestes (Meister)werk "Silfur" hat mich einmal mehr von ihr und ihrem schreiberischen sowie erzählerischen Talenten überzeugt. Sie kann es einfach. Selbst ein Kinderbuch von ihr schafft es, mich zu verzücken. Vor der faszinierenden Kulisse Islands erzählt Blazon eine atmosphärisch dichte Geschichte, die spannend, warmherzig und durchweg spaßig ist.

Weiter ging es dann mit "The School of Good & Evil 01", ein Buch, von dem ich eigentlich dachte, ich würde es nicht mögen. Allerdings wurde ich dann ziemlich schnell eines Besseren belehrt, denn ehrlich gesagt ist das Buch wirklich  besonders. Es ist mehr eine Märchenparodie als irgendetwas anderes und schafft es eine skurrile Geschichte mit einem Augenzwinkern zu erzählen.

Besonders spannend und atmosphärisch wurde es in "Girl on the Train" von Paula Hawkins, ein Thriller im Stil von Gone Girl, der nun bald auch verfilmt werden soll (hier der erste Trailer). Das Buch hat mir gut gefallen, es ist gut und spannend geschrieben und hat mich dann und wann überraschen können, auch wenn ab einem gewissen Punkt klar ist, was Sache ist. Dennoch: Wer Gone Girl mochte, wird auch "Girl on the Train" mögen!

Danach war mir dann eher nach einer lockeren Geschichte und ich griff zu "Liebe ist was für Idioten. Wie mich" - in dem (Irr)Glauben, es würde mich wieder ein wenig runterbringen. Tja, falsch gedacht - die Geschichte ist eine Gefühlsachterbahn und macht durchweg süchtig. Ich konnte es kaum aus der Hand legen und habe es in einem Rutsch durchgelesen.


Libba Bray ist eine, in meinen Augen, in Deutschland sehr unterhypte Autorin. Dabei schreibt sie so unglaublich gut, dass ich wirklich nicht nachvollziehen kann, warum ihre Bücher so vernachlässigt werden. "The Diviners" durfte dann auch endlich meinen SuB verlassen - und ich habe es extrem bereut, das Buch nicht schon früher gelesen zu haben. Eine tolle Geschichte und schon jetzt eines meiner Jahreshighlights!

Dasselbe gilt für "Der Nachtzirkus" von Erin Morgenstern - das Buch hat es innerhalb kürzester Zeit geschafft, sich zu einem meiner absoluten Lieblingsbücher zu mausern. Ein ganz besonderes Märchen voller Magie, Zirkusgefühle und einem Händchen für Details. Bei Amazon gibt es das Hardcover aktuell für fünf Euro - ich kann nur jedem empfehlen, unbedingt zuzuschlagen, denn es lohnt sich!

Als letztes Buch des Mais habe ich dann noch "Kirschblüten und rote Bohnen" verschlungen - und was soll ich sagen? Noch ein grandioses Buch. Es hat eine ganz besonders ruhige Stimmung, die einen sofort gefangen nimmt und fasziniert, eine melancholische Schwere, aber gleichzeitig auch eine lebensbejahende und schöne Wendung. Definitiv ein Lesemuss.




ICH WÜNSCHE EUCH EINEN WUNDERVOLLEN, SONNIGEN JUNI VOLLER GUTER BÜCHER UND GLÜCKSMOMENTE!

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